Krimi im Salzburger Kunstmilieu

10. Oktober 2011, 17:00
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Die gebürtige Berlinerin Ines Eberl greift in ihrem Romandebüt ein aktuelles Thema auf: Die Kunstfälscherei

Salzburg, Stadt und Land, sind eine beliebte Krimi-Kulisse - von Wolf Haas' Silentium über O. P. Ziers Tote Saison bis Manfred Baumanns Serie um Kommissar Martin Merana. Die gebürtige Berlinerin Ines Eberl studierte passenderweise Rechtswissenschaften, lebt jetzt in Salzburg und greift in ihrem Romandebüt Salzburger Totentanz (Emons Verlag) ein aktuelles Thema auf: Kunstfälscher haben in Deutschland zuletzt Auktionshäuser ausgetrickst, für spektakuläre Prozesse gesorgt und philosophische Diskussionen über "echt" und "falsch" sowie die Mechanismen des kapitalistischen Kunstmarktes angestoßen. Denn wenn Kunst "bloß" Mittel zu Erkenntnis und Erfahrung wäre, machte es keinen Unterschied, ob ein Werk echt oder gefälscht ist. Eberl konstruiert die Handlung um eine gefälschte gotische Madonna, das Unheil beginnt im heißen Festspielhochsommer mit einem toten Galeristen im Hellbrunner Schlossteich. Am Dienstag stellt Eberl ihr Buch in einer Lesung vor und spricht anschließend über Schreibtechniken. (dog, DER STANDARD, Printausgabe, 11.10.2011)

Salzburg, Stadtbibliothek, 0662/80 72-24 50, 20.00

Freier Eintritt, Anmeldung erbeten

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