World Newspaper Week startete mit IFRA Expo

10. Oktober 2011, 13:13
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Veranstalter rechnen mit 10.000 Teilnehmern - Erstmals drei internationale Branchenveranstaltungen des Weltzeitungsverbandes in Kombination

Wien - Die World Newspaper Week, die heuer in Wien ausgetragen wird, hat am Montag mit der Leitmesse der Zeitungsindustrie, der IFRA Expo, begonnen. Erstmals finden die drei großen internationalen Branchenveranstaltungen des Weltzeitungsverbandes WAN-IFRA, die heute gestartete IFRA Expo, das World Editors Forum und der Weltzeitungskongress in Kombination statt. Insgesamt werden in dem Mega-Veranstaltungsreigen der Welt-Zeitungsmacher in der Bundeshauptstadt 10.000 Gäste erwartet.

Impulse

Die heimischen Medienhäuser erwarten sich von der Messe wesentliche Impulse, wie Hans Gasser, Präsident des Verbandes Österreichischer Zeitungen (VÖZ), am Montag betonte: "Österreich ist trotz der Kleinräumigkeit seines Marktes ein starker und innovativer Zeitungsstandort und zählt zu den ganz großen Zeitungs- und Magazinländern: mit hohen Reichweiten, stabilen Auflagen, starker regionaler Prägung und mit einer Spitzenstellung am Werbemarkt." Am Montag eröffnete Gasser gemeinsam mit WAN-IFRA-Präsident Jacob Mathew und dem Wiener Informationsstadtrat Christian Oxonitsch die Veranstaltung.

Donnerstag beginnt World Editors Forum

Am Donnerstag erfolgt mit Nationalratspräsidentin Barbara Prammer, VÖZ-Präsident Gasser, WAN-IFRA-Präsident Mathew und Eric Bjerager, Präsident des World Editors Forum, die Eröffnung des Weltzeitungskongresses, der gemeinsam mit dem World Editors Forum bis Samstag dauert.

"Goldene Feder der Freiheit"

Im Zuge der Eröffnungsfeier wird auch die "Goldene Feder der Freiheit" verliehen, die heuer an den schwedisch-eritreischen Journalisten Dawit Isaak geht, der 2001 in Eritrea verhaftet wurde und dessen Verbleib bis heute ungeklärt ist.

Podiumsdiskussionen

Am Donnerstag finden außerdem mehrere Podiumsdiskussionen statt, bei denen etwa Damian Kudriavtsev, CEO des Verlagshauses Kommersant in Russland, mit Eugen Russ vom Vorarlberger Medienhaus über den Platz von Zeitungen in der Medienwelt spricht oder "Spiegel"-Chefredakteur Mathias Müller von Blumencron mit OpenLeaks-Gründer Daniel Domscheit-Berg erörtert, wie es für Zeitungen "Nach WikiLeaks" weitergeht. Freitagvormittag überlegen Chefredakteure coram publico, welche Inhalte Printzeitungen anbieten sollen, um im Wettbewerb mit anderen (digitalen) Plattformen zu überleben. Weitere Themen sind Nachrichtenagenturen, iPad & Co sowie Facebook für Journalisten.

Neue Studien

Am Donnerstag und am Samstag werden außerdem neue Studien vorgestellt: "World Press Trends 2011" sowie "Innovations in Newspapers". (APA)

Hintergrund: Die IFRA Expo ist die weltweit größte Fachmesse für die Nachrichten- und Verlagsbranche und findet nach 2007 und 2009 heuer bereits das dritte Mal in Wien statt. Die Messe deckt das komplette Spektrum an Produkten und Dienstleistungen für die Medienproduktion und das Medienmanagement ab. Der Themenbogen reicht von Anzeigensystemen über Redaktionsmanagement und Nachrichtenagenturen hin zu Druckmaschinen.

Link: worldnewspaperweek.org

  • Eröffnen die IFRA (v.l.n.r.): Mathias Limbeck, Geschäftsführer der Reed Messse Wien, VÖZ-Präsident Hans Gasser, WAN-IFRA-Präsident Jakob Mathew und Christian Oxonitsch, Stadtrat für Bildung und Information.
    foto: philip martin rusch/vöz

    Eröffnen die IFRA (v.l.n.r.): Mathias Limbeck, Geschäftsführer der Reed Messse Wien, VÖZ-Präsident Hans Gasser, WAN-IFRA-Präsident Jakob Mathew und Christian Oxonitsch, Stadtrat für Bildung und Information.

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