Section Control in Plabutschtunnel "scharf"

8. Oktober 2011, 14:58
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Fünfte fix installierte Messanlage für Durchschnittsgeschwindigkeit in Österreich

Graz - Die neue Section Control für den Grazer Plabutschtunnel schaltet in der Nacht auf Montag um exakt 0.00 Uhr auf "scharf". Die Tests der vergangenen Wochen waren zufriedenstellend, hieß es in einer Aussendung der Autobahngesellschaft Asfinag am Samstag. Die Anlage zur Messung der Durchschnittsgeschwindigkeit ist damit die fünfte fix installierte Section Control Österreichs.

Der Testbetrieb für die Messanlage an den beiden rund zehn Kilometer langen Tunnelröhren des Plabutsch im Grazer Westen war vor rund zwei Wochen gestartet worden. Ab Montag wird jedes der rund 30.000 Fahrzeuge, die täglich durch den Tunnel das Stadtgebiet von Graz umfahren, bei der Ein- und Ausfahrt fotografiert. Ist die errechnete Durchschnittsgeschwindigkeit höher als 100 Kilometer pro Stunde, erwartet den Fahrzeuglenker eine Anzeige. Lag das Tempo unter der vorgegebenen Beschränkung, werden die Daten sofort gelöscht.

Bild des Lenkers

Neben dem Foto des Fahrzeugs wird im Fall einer Geschwindigkeitsübertretung automatisch auch ein Bild des Lenkers gemacht. Zusammen werden die Daten verschlüsselt an die Polizei übermittelt, die die Strafe beantragen. Die Section Control ist in der Lage, zwischen einspurigen Fahrzeugen, Pkw, Lkw und Bussen zu unterscheiden. Somit könnten auch die von der Fahrzeugklasse abhängigen Geschwindigkeitsbeschränkungen überwacht werden. Das Lenkerbild ermöglicht zudem die Verfolgung von Fahrzeuglenkern aus anderen Ländern, etwa aus Deutschland.

Neben dem niederösterreichischen Wechsel-Abschnitt, dem Ehrentalerbergtunnel bei Klagenfurt, dem Kaisermühlen-Tunnel auf der Donauufer-Autobahn in Wien sowie der Baustelle auf der A12 bei Amras ist der Plabutsch-Tunnel der fünfte Streckenabschnitt, der durch eine fix installierte Section Control überwacht wird. Die bisherigen Ergebnisse sprechen laut Asfinag für sich: Im Ehrentalerbergtunnel habe es früher pro Monat zwei bis drei Unfälle gegeben, seit dem Einsatz der Anlage seien es nur mehr zwei bis drei pro Jahr. Im Kaisermühlen-Tunnel sei die Durchschnittsgeschwindigkeit um 15 km/h und die Unfallwahrscheinlichkeit um 42 Prozent gesunken. (APA)

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