Charmebolzen mal zwei

8. Oktober 2011, 06:58
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Die herbstliche Konzertdichte nimmt zu. Zwei Empfehlungen für diese Woche: Vic Godard im Rhiz, I-Wolf im Wuk

Wien - Schon der Name klingt bedeutend und anspielungsreich: Vic Godard. Dabei ist Vic kein Bruder von Jean-Luc, sondern bloß ein britischer Popstar, der nie ein solcher wurde. Außer in Liebhaberkreisen, die seinen charmanten Pop bis heute hochleben lassen.

Von den Sex Pistols und deren Erfinder Malcom McLaren zum Punkrock verführt, gründete Vic Knapper alias Vic Godard die Band Subway Sect. In Folge spielte die Formation mit den Sex Pistols, The Clash oder den Buzzcocks, befand sich also im Epizentrum des britischen Punk.

Mitte der 1980er-Jahre kehrte Godard der Musik den Rücken und wurde Postler; seitdem ist er im Musikbusiness "in and out". Im Moment ist der charmante Entertainer wieder "in" und gastiert am Dienstag im Wiener Rhiz.

Nicht zuletzt wegen seiner Freundschaft mit Edwyn Collins besteht so etwas wie eine Verpflichtung, sich Vic Godard & The Subway Sect anzuschauen.

Am Donnerstag lädt Wolfgang Schlögl alias I-Wolf zu einem üppig programmierten Abend: Unter dem Titel "The Twisted World of I-Wolf" stellt der Wiener Musiker Projekte aus seiner künstlerischen Vergangenheit, der Gegenwart und in die Zukunft weisende vor.

Unterstützt wird das Mitglied der Band Sofa Surfers dabei von einem prominenten Reigen heimischer Musiker. Mit Attwenger wird er Attwenger in Dub aufführen, als I-Wolf and the Chain Reactions einen Auszug seines Solowerks als I-Wolf geben. Dazu gibt es Slow Club Revisited mit Violetta Parisini an Hansi Langs Stelle, eine Live-Premiere mit dem Faraday Orchestra, eine Kollaboration mit Franz Reisecker und, und, und.

Wer am selben Abend zu Liam Gallagher und Beady Eye geht, möge mit Gott gehen, aber gehen. (Karl Fluch, DER STANDARD - Printausgabe, 8./9. Oktober 2011)

  • Lädt am Donnerstag zu einer umfangreichen Werkschau ins Wuk: Wolfgang Schlögl alias I-Wolf.
    foto: standard/heribert corn

    Lädt am Donnerstag zu einer umfangreichen Werkschau ins Wuk: Wolfgang Schlögl alias I-Wolf.

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