"Alte Meister – Für immer jung": Pädagogen wider Willen

5. Oktober 2011, 18:02
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"Alte Meister - Für immer jung": Johnny Raducanu und Elfriede Ott in einem filmischen Doppelporträt - dazu die weiteren Filmstarts der Woche

Den rumänischen Jazzmusiker Johnny Raducanu und die österreichische Schauspielerin Elfriede Ott in einem filmischen Doppelporträt vereint zu sehen überrascht. Hakon Hirzenberger stellt die beiden Künstler in seiner Dokumentation Alte Meister - Für immer jung gegenüber.

Harte Schnitte und musikalische Überlagerungen führen Bukarest und Wien zusammen, wo die beiden vor allem bei ihrer Tätigkeit als Lehrende beobachtet werden. Und diese Spiegelung kehrt vorwiegend Unterschiede hervor: War Raducanu (verstorben am 19. 9.) ein Rebel und Einzelgänger ("I f..... the system!" ), so ist Ott eine in ihrem Clan wohl aufgehobene Doyenne ohne Berührungsängste.

Ein schlüssiges Motiv für die filmische Parallelführung wird also nicht klar. Die Protagonisten haben aber immerhin jeder für sich originelle Sager parat. Vor allem Raducanu in seinem kleinen Zimmer: "Das Klavier ist schlecht, aber ich bin gut!"

Wie man erwachsen werden kann
Die weiteren Filmstarts der Woche

Hollywood variiert wieder einmal das Love Story-Thema: Kate Hudson als Todkranke verliebt sich in Nicole Kassells Kein Mittel gegen Liebe / A Little Bit of Heaven in einen Arzt (Gael García Bernal).

Außerdem starten: die ungewöhnlich erzählte türkische Coming-of-Age-Geschichte Süt - Milch von Semih Kaplano¢glu und Saverio Costanzos Literaturverfilmung Die Einsamkeit der Primzahlen mit Alba Rohrwacher und Isabella Rossellini; der Linzer Liebesfilm Love Signs von Dieter Strauch, David Schalkos Verfilmung von Thomas Glavinics Roman Wie man leben soll als leidlich komischer Nummernparcours mit Austro-Allstarcast sowie das Comedy-Sequel Johnny English - Jetzt erst recht mit Rowan Atkinson. (afze, irr / DER STANDARD, Printausgabe, 6.10.2011)

  • Elfriede Ott: "Es ist fast nicht zu verantworten, Schauspieler auszubilden."
    foto: waystone film

    Elfriede Ott: "Es ist fast nicht zu verantworten, Schauspieler auszubilden."

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