Windows 8 vom Stöckchen

16. September 2011, 11:55
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Mit Version 8 hat Windows gelernt, vollständig auf einem USB Stick zu laufen - neuer Betriebsmodus "Windows to go"

Auf der //build/ Konferenz in Los Angeles hat Microsoft heute einen mit Windows 8 neu eingeführten Betriebsmodus vorgestellt: „Windows To Go". Damit gibt es erstmalig die Möglichkeit, Windows komplett von einem USB Stick zu betreiben. Unter den angepeilten Einsatz- Szenarien sind Firmen-PCs, die man „am Stick" heimnehmen kann, Arbeitsplätze für mobile oder temporäre Arbeitskräfte, oder PCs in Polizei- oder Rettungsfahrzeugen.

Standardkonfiguration

Unternehmen können dabei eine Standardkonfiguration erstellen und massenhaft auf USB-Sticks duplizieren. Auf einem Ziel-PC, sagen wir mal dem Heimgerät, startet man von diesem Stick und hat dann einen firmenkonfigurierten PC. Der Zugang auf die eigentlichen lokalen Festplatten des Heim-PCs wird dabei blockiert - sie werden heruntergefahren und sind nicht sichtbar.
Auf einer „To Go" Konfiguration lässt sich völlig vollwertig arbeiten, für den Anwender ist kein Unterschied zu einer „normalen" Konfiguration merkbar. Alle Daten werden am USB Stick gespeichert.
Die Windows „To Go" Konfiguration hinterlässt auch keinerlei Spuren auf dem PC, benutzt wird als Massenspeicher ausschließlich der eingesteckte USB-Stick.

32GB

Der sollte dann einige Eckdaten erfüllen: USB 2.0 oder 3.0, hohe Zugriffsgeschwindigkeit, sowie eine laut Microsoft sinnvolle Größe von 32GB. Laut dem Entwicklerteam wurde das Feature für schnelle Sticks gebaut, natürlich eignen sich USB- Festplatten ganz hervorragend, alle bislang getesteten SD- Karten hingegen eher nicht.Windows 8 enthält einige eingebaute Zusatzfeatures für „To Go". Zieht man irrtümlich den Stick während des Betriebs ab, so hält das System maximal 60 Sekunden lang an. Steckt man innerhalb dieser Zeit den Stick wieder ein, läuft es ungestört weiter. Wird der Stick nicht wieder eingesteckt schaltet sich der PC ab.

Praktikabele Lösung

Das Erstellen solcher „To Go" Sticks ist mit Hilfe des ImageX Systemtools (das auch heute schon zur Erzeugung von Windows Images genutzt wird) einfach möglich.
Der Selbstversuch mit dem bereitgestellten Stick bestätigt dann, dass diese Lösung praktikabel ist. Steckt man den Stick das erste Mal in einen Rechner ein, wir die Hardwarekonfiguration ermittelt - dieser Bootvorgang dauert dann länger. Erneute Startvorgänge von diesem PC laufen dann so schnell wie eine Normalkonfiguration. Ein Wermutstropfen bleibt dennoch: Derzeit ist geplant, „To Go" nur Kunden mit Volums Lizenz- Verträgen zugänglich zu machen. (Alexander Holy aus Los Angeles )

  • Windows 8 vom USB-Stick
    foto: aleander holy

    Windows 8 vom USB-Stick

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