"Es ist doch nicht alles wurscht"

14. September 2011, 12:15
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Vertreter der Sektion 8 über das Aus für das Landesgesetz zum kleinen Glücksspiel: "Ein Lebenszeichen der Demokratie in der Wiener SPÖ"

"Nein, das ist nicht mein Erfolg, sondern der Erfolg der Glücksspielgegner an der Basis", gibt sich Niki Kowall von der roten Querdenker-Organisation "Sektion 8" im Gespräch mit derStandard.at bescheiden. Die Entscheidung, nun doch kein Landesgesetz für Wien zu machen, sei "ein Lebenszeichen der Demokratie in der Wiener SPÖ". Kowall: "Es zahlt sich aus, sich politisch zu engagieren. Es ist doch nicht alles wurscht." Die "Sektion 8" nehme zwar für sich in Anspruch, die Sache initiiert zu haben, letztendlich hätte sich aber die Mehrheit der Delegierten der SPÖ Wien mit ihrem Beschluss am 28. Mai gegen das kleine Glücksspiel durchgesetzt.

Rückblick: Kowalls Rede gegen das kleine Glücksspiel am Parteitag der Wiener SPÖ

Durch die jetzige Lösung, die für Kowall die einzig mögliche gewesen ist, werde das Massenphänomen, dass "arme Schweine wie Arbeitslose und Hackler ihr Geld in dubiosen Zwei-Zimmer-Buden verpulvern", beseitigt. Dass die Grünen zuletzt zum Verbot des Kleinen Glücksspiels wieder glasklar Position bezogen haben, sei auch ein wichtiger Wendepunkt in der Sache gewesen, so Kowall, wenngleich er andeutet, dass er sich von den Grünen schon früher mehr Druck erwartet hätte.

Niki Kowall ist morgen, von 13 bis 14 Uhr im Chat auf derStandard.at zu Gast. (rasch, derStandard.at, 14.9.2011)

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