ORF 3 darf wochenends nur werbefrei

6. September 2011, 18:31
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Wettbewerbsbehörde und ORF einigten sich über Bedingungen für den Info- und Kulturkanal - Start im Oktober

Wien - Am Mittwoch sollte der Bundeskommunikationssenat auf die Causa ORF 3 warten. Dienstag einigten sich Wettbewerbsbehörde und ORF doch auf Bedingungen für den Info- und Kulturkanal. Diese STANDARD-Infos bestätigten Küniglberg und Behörde am Dienstagnachmittag. Beide zogen ihre Beschwerden an den Senat gerade noch rechtzeitig zurück. Unter Bedingungen.

Der ORF verpflichtete sich, an Wochenenden und Feiertagen keine klassische Werbung in den Hauptabenden von ORF 3 zu schalten. Der ORF verzichtet zudem auf Werbung, den Spartenkanal gleich hinter ORF 1 und 2 auf Fernbedienungen zu programmieren. Blockbuster und US-Sitcoms sollen laut Kompromiss nicht in ORF 3 vorkommen. Der Sender muss zudem den Zusatz "Kultur und Information" tragen.

Der Kompromiss ergänzt das Verbot der Medienbehörde, den Sender auf ORF-Kanälen zu bewerben (bis auf konkrete Sendungshinweise).

ORF 3 soll nun überwiegend gebührenfinanziert ab Mitte Oktober starten. Der Sender bekommt die Satellitenfrequenz von TW1, das er ablöst, eine neue digitale Antennenfrequenz und behält den Kabelplatz. Der ORF-Sportkanal behält seine Antennenfrequenz, erhält neue Sat- und Kabelplätze. (Harald Fidler/DER STANDARD; Printausgabe, 7.9.2011)

  • Barbara Rett (hier mit Staatsopernchef Dominique Meyer) ist das meist- beschäftigte Gesicht des Kulturkanals ORF 3.
    foto: tw1/ernst kainerstorfer

    Barbara Rett (hier mit Staatsopernchef Dominique Meyer) ist das meist- beschäftigte Gesicht des Kulturkanals ORF 3.

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    ORF drei soll im Oktober starten.

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