Ludwig Huber wechselt samt "Clever Dog Lab" an die Vetmed

2. September 2011, 15:40
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Übernahme einer Professur am Messerli-Institut

Wien - Der Leiter des Departments für Kognitionsbiologie an der Universität Wien, Ludwig Huber, wechselt auf eine Messerli-Professur an der Veterinärmedizinischen Universität Wien. Der Experte für Wahrnehmungs- und Erkenntnisleistungen von Tieren hat mit Anfang September an dem im Vorjahr gegründeten Messerli-Institut eine Professur für Naturwissenschaftliche Grundlagen des Tierschutzes und der Mensch-Tier-Beziehungen übernommen. Mit Huber wird auch das bisher im Umfeld der Uni Wien angesiedelte "Clever Dog Lab" an die Vetmeduni übersiedeln.

Die Uni Wien verliert damit eine zentrale Person in einem boomenden Bereich: Huber hat das Fach Kognitionsbiologie 2005 zunächst als Forschungsschwerpunkt an der Uni Wien etabliert. 2010 wurde dann von dem Biologen das Department für Kognitionsbiologie mitbegründet und seither geleitet.

Hintergrund

Huber begründet seinen Wechsel mit der "neuen Herausforderung", der "interessanten Zielsetzung" des Messerli-Instituts und einem Schritt in Richtung anwendungsorientierte Forschung. Denn Huber wird zwar seine Forschungsarbeit zu Wahrnehmungs- und Erkenntnisleistungen verschiedener Tierarten weiterführen, aber auch vemehrt Nutztierarten in seine Forschung einbeziehen. Mit ausschlaggebend wird wohl auch gewesen sein, dass Huber an der Uni Wien nach wie vor nur "außerordentlicher Professor", also habilitierter Assistent, war.

Mit Huber übersiedelt auch das "Clever Dog Lab" an die Vetmeduni. An dieser drittmittelfinanzierten, auf Vereinsbasis organisierten Einrichtung wird die Intelligenz von Hunden und ihre Beziehung zum Menschen untersucht.

Nach einem international ausgeschriebenen Wettbewerb der Schweizer "Messerli-Stiftung" wurde das gleichnamige Institut im Jänner 2010 in Wien gegründet. Die Vetmeduni leitet das Projekt federführend, Kooperationspartner sind die Medizinische Universität Wien und die Uni Wien. In seiner endgültigen Form werden dem Institut 22 Mitarbeiter angehören, davon vier Professoren. (APA/red)

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