Das Mobilfunknetz im Eigenbau

10. September 2011, 12:08
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Berkley-Professor entwickelt Prototyp einer Basisstation für unabhängigen Mobilfunk in entlegenen Regionen

Ein Professor der Universität Berkley hat einen Prototyp einer Mobilfunkbasisstation entwickelt, die etwa zum Aufbau eines GSM-Netzes in Gebieten mit schlecht ausgebauter Infrastruktur genutzt werden kann.

Unabhängig

Die "Village Base Station" von Kurtis Heimerl soll sich dank geringem Stromverbrauch lokal beispielsweise via Solarenergie betreiben lassen und baut ein unabhängiges Mobilfunknetz für Sprach- und Datendienste bereit. Mögliche Einsatzgebiete seien alle Gegenden mit begrenzter Internetanbindung und könnte die Telekommunikation in Entwicklungsländern vorantreiben.    

Dringend benötigt

Während Eigenbau-Funknetze in Ballungsräumen wohl schon aus lizenztechnischen Gründen auch in Zukunft keine wesentliche Rolle spielen werden, zeigt ein Beispiel in Afghanistan, dass in entlegenen Regionen reichlich Bedarf für derartige Lösungen gegeben ist. Einwohner in Jalalabad bauten aus Alltagsgegenständen und Abfall und mit Hilfe von Open-Source-Software ihr eigenes Funknetzwerk auf. Die längste Verbindung reiche dabei knapp 4 Kilometer (von einem Krankenhaus zu einem Wasserturm), wobei Datentransfergeschwindigkeiten von konstant 11,5 Mbit/s zur Verfügung gestellt werden können. (zw)

  • Prototyp einer Village Base Station - Mehr Bilder und Hands-on bei Mobile Active
    foto: mobile active

    Prototyp einer Village Base Station - Mehr Bilder und Hands-on bei Mobile Active

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