U-Boot der Drogenmafia in Honduras abgefangen

14. Juli 2011, 13:39
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Mehrere Tonnen Kokain am Ozeangrund vermutet

Tegucigalpa - Sicherheitskräfte im zentralamerikanischen Honduras haben erstmals ein Schmuggler-U-Boot der Drogenmafia abgefangen. Bei dem Einsatz an der Karibikküste seien fünf mutmaßliche Schmuggler festgenommen worden, erklärte Verteidigungsminister Marlon Pascua am Mittwochabend (Ortszeit) in Tegucigalpa.

Die Verdächtigen hätten das in Kolumbien gestartete U-Boot versenkt. "Wir versuchen, die Drogen herauszuholen, und wir bitten freundlich gesonnene Länder, das Boot zu bergen", sagte Pascua örtlichen Medien zufolge. Es sei wichtig, Beweise zu sichern, um die Verdächtigen zu verhaften.

Größere Kapazität als Kleinflugzeug

Laut Pascua könnten an Bord des Unterwasserbootes drei bis fünf Tonnen Kokain transportiert worden sein. Das ist deutlich mehr als die Kleinflugzeuge und Schnellboote der Schmuggler befördern können, die sonst in Honduras abgefangen werden.

Seit Jahresbeginn wurden in Honduras bereits knapp fünf Tonnen Kokain beschlagnahmt. Ein Großteil der Drogen kam aus Südamerika und war für die lukrativen Märkte im Norden, insbesondere in den USA, bestimmt. Im Juli 2010 hatte Ecuador ein großes selbst gebautes U-Boot der Drogenmafia mit einer Ladekapazität von zwölf Tonnen abgefangen, die kolumbianischen Behörden beschlagnahmten seit 2009 rund ein Dutzend solcher Gefährte. (APA)

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    Immer häufiger werden U-Boote beim Drogenschmuggel eingesetzt - das abgebildete Exemplar war im Februar in Kolumbien beschlagnahmt worden.

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