Funkchips für Geldscheine

23. Mai 2003, 09:42
1 Posting

Japanische Agentur: EZB verhandelt mit Hitachi

Nach einem Bericht der japanischen Nachrichtenagentur Kyodo überlegt die Europäische Zentralbank (EZB) die Integration von Funkchips in ihre Eurobanknoten. Die Mikrochips sollen von Hitachi geliefert werden und Geldfälschern das Leben schwer machen. Die Agentur beruft sich in ihrem Bericht auf Quellen innerhalb des japanischen Konzerns. Bei der EZB wollte man dazu keinen Kommentar abgeben.

Sicher

Da viele technische Geräte zur Überprüfung der Banknoten Schwierigkeiten mit den abgenutzten Sicherheitsmerkmalen auf den Banknoten haben, könnten die Chips eine zusätzliche Sicherheit bieten. Daneben erleichtert der Chip Prozesse wie das Zählen der Geldscheine in einer Bank.

Miniatur

Die sandkorngroßen "Mu-Chips" sind nach Angaben von Hitachi zurzeit die kleinsten arbeitsfähigen Radio-Tags auf dem Markt. Der Funkchip kann eine 128-stellige Nummer übermitteln, wenn er angefunkt wird, genug für eine Seriennummer, den Wert des Geldscheins und dessen Ursprungsort. Die Daten können nur während der Produktion des Chips in dessen Speicher abgelegt werden. Hitachi hat den Mu-Chip erstmals im Februar erfolgreich getestet. (pte)

  • Bild nicht mehr verfügbar
Share if you care.