Austria reist informiert nach Montenegro

13. Juli 2011, 12:05
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Gegner Rudar Pljevlja übte sich in Tarnen und Täuschen - "Star" ein gebürtiger Linzer

Wien - Der FK Rudar Pljevlja ist für Austria Wien kein unbeschriebenes Fußball-Blatt mehr. Nachdem sich die Montenegriner in den Beobachtungen als große Unbekannte präsentiert hatte, reisen die Violetten am Mittwoch einigermaßen informiert gen Süden. In Hinspiel der zweiten Runde der Europa League-Qualifikation wollen Roland Linz und Co am Donnerstag (18.00 Uhr/live ORF eins) den Grundstein zum anvisierten Aufstieg legen.

Rudar, der "Bergmann", agierte im von Austria-Spion Siegfried Aigner beobachteten Testspiel gegen Borac Banja Luka unter dem Motto Tarnen und Täuschen. Falsche Trikotnummern und keine Auskunft über Spielernamen ließen kaum Aufschlüsse zu. Diese erhofft sich Trainer Karl Daxbacher nach dem Studium zweier DVDs aus der abgelaufenen Saison sowie eines Videos aus dem Trainingslager der Montenegriner.

"Ich denke, wir kennen sie jetzt gut genug. Unsere Infos aus dem Vorfeld haben sich nach der Spielbeobachtung ziemlich betätigt", erklärte Daxbacher, der seine Elf im Videostudium auf den Cupsieger einstellte. Rudar sei wie nicht anders zu erwarten eine Mannschaft, die ähnlich anderen früherer jugoslawischen Teams eher auf das spielerische Element setzt.

Spiel in Niksic

Einstellen darf sich die Austria am Donnerstag auf schwierige Platzverhältnisse. Gespielt wird bekanntlich nicht in Pljevlja, sondern im Stadion "Kraj Bistrice" von Niksic. Dieses liegt rund 50 Kilometer von der Hauptstadt Podgorica entfernt, wo die Violetten mangels geeigneten Hotels im Spielort residieren. In Niksic muss bereits um 18.00 angekickt werden, da das baufällige Stadion über kein Flutlicht verfügt. Auf einen Hexenkessel wird sich die Austria nur aufgrund der prognostizierten 28 Grad einstellen müssen.

Kurios ist, dass Rudars "Star" ausgerechnet ein gebürtiger Oberösterreicher ist. Der serbische Stürmer Ivica Jovanovic (23) wurde in Linz geboren und schoss Rudar in der vergangenen Saison mit insgesamt 16 Toren zu Platz drei in der Liga und zum Cupsieg. "Er hat sich bei Rudar offenbar sehr gut entwickelt, nachdem er sich zuvor bei keinem Verein durchsetzen konnte", meinte Daxbacher, dem auch der für den Spielaufbau zuständige Ivica Franciskovic ins Auge stach.

Mit Vertretern aus Montenegro, das seit Juni 2006 unabhängig ist, haben Österreichs Clubs kaum Erfahrung. Sturm Graz setzte sich in der Saison 2009/10 in der Europa-League-Quali gegen OFK Petrovac mit einem Gesamtscore von 7:1 durch. (APA)

  • Stankovic, Liendl und Klein heben ab. Via @Flonaldinho7
    foto: flo klein

    Stankovic, Liendl und Klein heben ab. Via @Flonaldinho7

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