Britischer Moderiese Primark kleidet Österreicher ein

6. Juli 2011, 17:19
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Wien - Unter österreichischen Modehändlern macht sich Nervosität breit. Auslöser ist ein irisch-britischer Textilkonzern, der sein Filialnetz in Europa rasant verdichtet und bei Neueröffnungen für Hysterie unter seinen jungen Kundinnen sorgt. Primark hat sich auf der Insel ein Image wie H&M und Zara aufgebaut, verkauft aber zu Preisen wie Diskonter Kik - auf Flächen, die vielfach doppelt so groß sind wie jene der Konkurrenz.

Jetzt schickt sich der Textilriese an, den österreichischen Markt zu erschließen und hat sich dafür die ersten beiden Standorte gesichert. Primark wird 2012 im neuen Einkaufszentrum Gerasdorf bei Wien und im Innsbrucker Sillpark eröffnen, erfuhr der Standard.

Offiziell spricht man von weit fortgeschrittenen Verhandlungen. "Die Tinte ist noch nicht trocken", sagt Kurt Schneider, Chef der Ekazent, Betreiber von Gerasdorf. Sillpark-Manager Helmut Hochfilzer bestätigt intensive Gespräche mit großen britischen Händlern.

Primark ist Tochter des Mischkonzerns Associated British Food. 1969 in Dublin gegründet, setzt sie in sieben europäischen Ländern mit 220 Filialen mehr als 1,6 Mrd. Euro um. Allein in der Londoner Oxford Street sind auf 9000 Quadratmetern hunderte Mitarbeiter beschäftigt. 2009 erfolgte der Einstieg in Deutschland. (vk, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 7.7.2011)

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