Schulschiff "Gorch Fock" segelt weiter

6. Juli 2011, 13:34
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Bundestag machte nach Affäre Weg dafür frei

Berlin - Mit neuem Ausbildungskonzept und neuem Kapitän wird das deutsche Segelschulschiff „Gorch Fock" in absehbarer Zeit wieder auslaufen. Im Verteidigungsausschuss des Bundestags gab es am Mittwoch dafür breite Unterstützung. Nur die Linke sprach sich gegen einen Fortbestand des Dreimasters als Ausbildungsschiff der Marine aus.

Zuvor hatte Marineinspekteur Axel Schimpf den Abgeordneten den Abschlussbericht des Verteidigungsministeriums zur „Gorch Fock"-Affäre vorgelegt. Diese war durch den tödlichen Unfall einer Kadettin ausgelöst worden. Am 7. November vergangenen Jahres war die 25 Jahre alte Frau am zweiten Tag ihrer Segelvorausbildung im brasilianischen Hafen Salvador da Bahia erschöpft aus der Takelage auf das Deck gestürzt.
Die Marine brach die Ausbildung auf dem Dreimaster daraufhin ab. Wenige Wochen später wurden schwere Vorwürfe laut. Es ging um Schikane, sexuelle Belästigung und unwürdige Rituale an Bord. Auch der damalige Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU), der später wegen Plagiaten in seiner Doktorarbeit zurücktrat, wurde durch die Affäre schwer belastet.

Der abgesetzte Kapitän Norbert Schatz wird nicht auf das Schiff zurückkehren. Noch im Sommer wird eine Kommission ein neues Ausbildungskonzept vorlegen. Anschließend kann die „Gorch Fock" wieder in See stechen. (APA/dpa)

  • Skandalgebeutelte "Gorch Fock".
    foto: ers/morris mac matzen

    Skandalgebeutelte "Gorch Fock".

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