Zuckerbergs Fangemeinde auf Google+

6. Juli 2011, 11:10
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Der Facebook-Gründer schaut sich bei der Konkurrenz um und hat mit Abstand die meisten "Follower"

Wollen Sie raten, wer die "beliebteste" Person auf Google+ ist, dem neuesten Social Networking Service des Internetkonzerns? Zumindest ist es jene Person, die scheinbar die meisten Google+-Mitglieder interessiert. Ashton Kutcher vielleicht oder Lady Gaga? Den Titel beansprucht Mark Zuckerberg, Gründer und Geschäftsführer von Facebook, das von Google+ herausgeforderte soziale Netzwerk, für sich.

Studie auf Social Statistics

Bis Dienstagabend zählte Zuckerberg laut einer Social Statistics Studie zu Google+ knapp 35.000 "Follower". Inzwischen ist die Anzahl auf über 41.000 angestiegen, mehr als die Google-Gründer Larry Page mit 28.000 und Sergey Brin mit 22.000 Personen, die ihnen folgen, aufweisen können.

Auge auf Konkurrenz

Google+ ist nur eine Woche alt und immer noch nicht für den Großteil der Öffentlichkeit zugänglich, doch die User scharren bereits mit den Hufen, um sich auf die Spielarena und deren neue Features zu stürzen. Darunter auch Zuckerberg, der sofort ein eigenes Profil auf dem Konkurrenzprodukt einrichtete. "Es macht Sinn, dass er es erforscht", sagt Boris Veldhuijzen van Zanten, einer der Gründer des Tech-Blogs The Next Web im Gespräch mit der New York Times. "Jeder möchte ein Auge auf die Konkurrenz werfen." Zuckerberg selbst wunderte sich neulich, dass die Leute über seinen Account überrascht seien.

Onlinewerbung und Datenpool

Mark Zuckerbergs Besuch beim Rivalen könnte ein Indikator für einen Wandel der Schlachten der sozialen Netzwerke sein. Zahlreiche Riesenkonzerne wie Google, Apple und Microsoft lugen auf die lukrative Fundgrube von Social Data und anderen Informationen, die Mitglieder solcher Dienste teilen. Lange genoss Facebook die Vorteile, Zugang zu diesem Datenpool zu haben, das vor allem bei Platzierung von Onlinewerbung hilfreich ist.

Web wird sozialer

"Der Kampf um die Zukunft des Internets liegt im ‚social experience'", sagt Gartner-Analyst Ray Valdes gegenüber der NYT. Facebook behauptet, man sei über den Wettbwerb nicht in Sorge. Man befände sich noch am Anfang der Phase, das Web sozialer zu gestalten, und es gäbe überall Möglichkeiten für Innovationen. (ez, derStandard.at, 06. Juli 2011)

  • Über 41.000 Personen folgen dem Facebook-Gründer, der laut eigener Angabe "Dinge macht".
    foto: screenshot

    Über 41.000 Personen folgen dem Facebook-Gründer, der laut eigener Angabe "Dinge macht".

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