Roadmovie von Alberto Morais als Sieger

3. Juli 2011, 18:28
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Sonderpreis für Helen Mirren - Trakl-Biopic "Tabu" von Christoph Stark ging leer aus

Moskau - Der spanische Regisseur Alberto Morais hat mit seinem Roadmovie "Las Olas" ("Wellen") den Hauptpreis des 33. Internationalen Filmfestivals in Moskau gewonnen. Die österreichisch-deutsch-luxemburgische Koproduktion "Tabu" von Christoph Stark über den in Salzburg geborenen expressionistischen Dichtes Georg Trakl (1887-1914) ging am Samstag dagegen leer aus. Die Jury wurde von der Schauspielerin Geraldine Chaplin geleitet. Das zehntägige Festival, in dessen Hauptwettbewerb 17 Filme liefen, besuchten nach Angaben der Organisatoren 60.000 Zuschauer. Im Festivalkino nahm auch Oscar-Preisträgerin Helen Mirren ("Die Queen") den nach dem Theaterreformer Konstantin Stanislawski benannten Sonderpreis für herausragendes schauspielerisches Können entgegen.

Mirren, die 1945 in London als Jelena Wassiljewna Mironowa geboren worden war, sprach von einer "großen Ehre" in ihrer teilweise in Russisch gehaltenen Dankesrede. "Diese Auszeichnung von "meinen Landsleuten" hat einen besonderen Wert", sagte die Tochter eines russischen Emigranten während der vom Staatsfernsehen übertragenen Zeremonie. Zu Gast in Moskau war auch der deutsche Regisseur Werner Herzog (68) mit einer Retrospektive seiner Filme. Moskau gehört zu den A-Festivals des internationalen Produzentenverbands FIAPF, wie Berlin oder Cannes. Das vorwiegend vom Staat finanzierte Kinoereignis wurde 1959 gegründet und wird seit 2000 jährlich organisiert.

In Moskau hat auch das neueste Werk des österreichischen Autorenfilmers Bernhard Kammel seine Weltpremiere gefeiert. "Eine Spätsommernacht" lief in der Schiene "Russian Trace", der Film wurde in russischer Sprache und mit russischem Ensemble gedreht. (APA)

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    Frischgebackener Sieger: Alberto Morais

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