Mehr als 300.000 Kleinkapitalisten zugelassen

29. Mai 2011, 18:14
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Vergabe weiterer Lizenzen für private Unternehmer beschlossen

Mehr als 200.000 Kubaner haben seit Beginn der Wirtschaftsliberalisierung unter Präsident Raúl Castro ihr eigenes Geschäft aufgemacht. Insgesamt 314.000 Kubaner seien nun im Besitz einer privaten Geschäftslizenz, berichtete die kommunistische Parteizeitung Granma am Wochenende.

Castro will mit neuen Stimuli die Mangelwirtschaft produktiver machen. So beschloss der Ministerrat zuletzt neue Erleichterungen und die Vergabe weiterer Lizenzen für private Unternehmer. Die Ausrichtung von Festen kann künftig ebenso privat angeboten werden wie Steinmetzarbeiten oder Dienste als Versicherungsmakler. Damit sind insgesamt 181 Berufszweige für private Unternehmer freigegeben.

Hohe Steuern hatten eine erste Privatisierungswelle Mitte der 90er-Jahre abgewürgt. Nur etwa 100.000 Kleinunternehmer überlebten. Nun hofft die Regierung, mit niedrigeren Steuern den Privatsektor zu stärken - und mehr Geld in die Staatskassen zu bringen. Dazu müssen Arbeitsplätze für eine Million Funktionäre geschaffen werden, die aus dem Staatsdienst entlassen werden. (Sandra Weiss aus Puebla /DER STANDARD, Printausgabe, 30.5.2011)

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