Wolfsburg befreit sich, Pauli so gut wie weg

29. April 2011, 22:41
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Bremen verliert vor heimischem Publikum - Kaiserslautern schickt kleine Hamburger ins Verderben

Felix Magath ist mit dem VfL Wolfsburg im Abstiegskampf der deutschen Fußball-Bundesliga ein Befreiungsschlag geglückt. Die Niedersachen setzten sich bei Werder Bremen durch einen Treffer von Sascha Riether in der 22. Minute mit 1:0 (1:0) durch. Mit dem zweiten Sieg innerhalb von sechs Tagen hat der Meister von 2009 in der Fußball-Bundesliga zumindest bis Samstagnachmittag den Relegationsplatz verlassen und kletterte auf Platz 14. Der Klub von der Weser verpasste es dagegen, den Klassenerhalt mit einem Heimsieg perfekt zu machen.

Bremens Trainer Thomas Schaaf hatte seine Elf im Vergleich zum 3:1-Erfolg beim FC St. Pauli auf einer Position umgebaut. Für den verletzten Stürmer Sandro Wagner rückte Marko Arnautovic in die Mannschaft und spielte durch. Gäste-Coach Magath vertraute der selben Startelf, die vergangene Woche 4:1 gegen Köln gewann.

Guter Start der Bremer

Im Weserstadion entwickelte sich von Beginn an ein intensives Spiel, in dem beide Teams ihr Heil in der Offensive suchten. Die erste Gelegenheit hatten die Gastgeber in der 9. Minute. Torsten Frings, der sein 400. Bundesligaspiel absolvierte, zog einen Freistoß aus halblinker Position auf das Tor von Diego Benaglio, der mit dem abgefälschten Ball leichte Probleme hatte. In der Folgezeit übernahm die Elf von Thomas Schaaf das Kommando, brachte Wolfsburg aber nicht ernsthaft in Gefahr.

Nach der Führung für die Mannschaft von Felix Magath war Werder kurz geschockt, Silvestre zwang seinen eigenen Torhüter Tim Wiese mit einer zu kurzen Kopfballrückgabe zu einer Parade (28.). Danach versucht Werder, die Kontrolle zurückzugewinnen. Die Gastgeber konnten aber keine große Torgefahr ausstrahlen. Nach dem Seitenwechsel erwischten die Bremer erneut den besseren Start und hatten in der 55. Minute durch Marko Marin die Ausgleichschance auf dem Fuß. Der Schuss des Technikers aus 15 Metern war allerdings zu schwach, um Benaglio zu überwinden. Kurz darauf folgte ein gefährlicher Konter der Wolfsburger, den Grafite beinahe per Distanzschuss zum 0:2 abgeschlossen hätte.

In der Schlussphase entwickelte sich eine packende Partie mit Chancen auf beiden Seiten. Marcel Schäfer (69.) und Simon Kjaer (72.) verpassten die Vorentscheidung für Wolfsburg per Kopf.

St. Pauli mit einem Bein in zweiter Liga

Das "Abenteuer Bundesliga" ist für den FC St. Pauli nach nur einer Saison in der Fußball-Eliteklasse so gut wie beendet. Das Tabellen-Schlusslicht unterlag beim Mitaufsteiger 1. FC Kaiserslautern und hat aufgrund der Horror-Bilanz von nur einem Punkt aus den zurückliegenden zehn Partien lediglich noch theoretische Chancen auf den Klassenerhalt. Christian Tiffert (29.) und Mathias Abel (68.) trafen für den FCK, der den Klassenerhalt so gut wie perfekt gemacht hat. ÖFB-Stürmer Erwin Hoffer spielte von Beginn weg und wurde nach 70 Minuten ausgewechselt. (SID/red)

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