Zyklische Sektoren konnten wieder outperformen

29. April 2011, 15:41
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Ein Kommentar aus dem Equity Weekly der Erste Group von Ronald-Peter Stöferle und Hans Engel

Der Stoxx 600 konnte diese Woche um 0,9% auf 283 Punkte zulegen. Seit Jahresanfang beträgt das Plus derzeit 3%, im Vergleich zu 8% im S&P 500. Zyklische Sektoren konnten wieder outperformen, wobei jedoch Rohstoff- und Öl & Gas Aktien weiterhin Schwäche zeigen. Defensive Sektoren, wie Lebensmittelproduzenten, tendierten auch diese Woche schwächer als der Markt.

Bayer hat im ersten Quartal 2011 Umsatz- und Ergebnis steigern können. Hierzu haben alle drei Teilkonzerne mit Umsatz- und Ergebnissteigerungen beigetragen. So wuchs der Konzernumsatz um 13,2% auf EUR 9,4 Mrd. Für das Gesamtjahr hebt Bayer die Umsatz- und Ergebnisprognose an und plant auf währungs und portfoliobereinigter Basis jetzt einen Umsatzanstieg von 5-7% (bisher: 4-6%). Royal Dutch Shell hat im ersten Quartal einen deutlichen Gewinnzuwachs erzielt, was mit höheren Ölpreisen zusammenhängt. Die Erwartungen wurden damit geschlagen. Unilever hat seinen Umsatz im ersten Quartal um 7% gesteigert. Auf organischer Basis wurden die Erwartungen jedoch verfehlt. Sanofi Aventis meldete, dass sein Gewinn im ersten Quartal gesunken ist, was auf einen harten Wettbewerb im Generika-Markt und eine schwache Nachfrage nach Schweinegrippe-Impfstoffen zurückzuführen ist. SAP konnte im ersten Quartal mit einem Umsatz- und Ergebnisplus aufwarten, allerdings wurden die Erwartungen nur teilweise erfüllt. So lag der Konzernumsatz im Berichtszeitraum mit EUR 3,02 Mrd. um 21% über dem Vorjahreswert. Die Deutsche Bank konnte ihren Gewinn im ersten Quartal steigern. Indes ist das Institut zuversichtlich, sein Gewinnziel für 2011 zu erreichen. Das Ergebnis je Aktie sank von EUR 2,43 auf EUR 2,13. Banco Santander musste im ersten Quartal trotz geringerer Rückstellungen für Kreditausfälle einen Gewinnrückgang hinnehmen.

Im Fokus der Investoren in Europa war diese Woche die erste Pressekonferenz von FED Chef Ben Bernanke. Die expansive Geldpolitik wurde dabei abermals bestätigt und hatte den weiteren Fall des US-Dollars zur Folge. Der Kaufkraftverlust des Dollars sollte ausländische Aktien für US-Investoren weiter attraktiv machen. Dieser Trend wird jedes Monat durch das amerikanische ICI-Institut bestätigt, dass die Geldflüsse der USAktienfonds analysieren. Dass die US-BIP-Zahlen derzeit vom Konsens nach unten revidiert werden, sollte zudem unterstützend wirken, da dieser Trend die Periode der Nullzinsen in den USA verlängern sollte.

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