FACC verdreifacht Gewinn auf 26,3 Millionen Euro

29. April 2011, 11:57
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Low-Cost-Produktion in China ins Auge gefasst

Wien - Der Flugzeugzulieferer FACC mit Sitz in Ried im Innkreis hat im Geschäftsjahr 2010/11 (bis 28.2) den operativen Gewinn (Ebit) im Vergleich zum Jahr davor um 220 Prozent auf 26,3 Mio. Euro gesteigert. Zugleich legte der Umsatz um 8 Prozent auf 272 (251) Mio. Euro zu. Die globale Wirtschaft habe sich besser entwickelt als erwartet, heißt es in einer Aussendung des Unternehmens vom Freitag.

Für das laufende Geschäftsjahr erwartet FACC ein weiteres Umsatzwachstum, der Ebit-Gewinn aus dem Geschäftsjahr 2010/11 soll wiederholt werden, heißt es. FACC plant auch eine massive Investitionstätigkeit. Rund 60 Mio. Euro sind vorgesehen, teils für Projekte, die schon unter Dach und Fach sind, teils für ein Entwicklungszentrum. Der genaue Standort sei zwar noch nicht fixiert, werde aber in der Nähe vorhandener Werke im Innkreis liegen, sagte Vorstandschef Walter Stephan am Freitag auf Anfrage der APA. Es gehe nicht um einen Standortwettbewerb zwischen verschiedenen Gemeinden.

Entwicklungsaufträge

Die FACC will aber heuer auch in China "etwas machen", so Stephan: FACC hofft auf Entwicklungsaufträge für das Flugzeug, das in China neu entwickelt wird. Diese sollen zwar in Österreich abgearbeitet werden. Aber für die Produktion einfacher Teile soll ein Werk in China geleast werden - die chinesische Mutter Xi'an Aircraft Industry (Group) Company Ltd. (XAC) wird behilflich sein. Solche Teile könnten dann auch für die Kunden im Westen aus China kommen. Dadurch werde sichergestellt, "dass wir mit den Kapazitäten in Österreich die nächsten Jahre auskommen", sagt Stephan.

Ende Februar hatte die FACC 1.600 Mitarbeiter in Österreich und 61 im Ausland. Im Jahresschnitt wurden 1.582 Menschen beschäftigt. Die Auftragsrücklage betrug 2,88 Mrd. Dollar (1,95 Mrd. Euro) nach 1,68 Mrd. Dollar ein Jahr davor. FACC beliefert Boeing und Airbus und profitiert von den steigenden Aufträgen der Flugzeugbauer. Besonders stark gewachsen ist das Geschäftsfeld Aerostructures, das Teile für Passagierflugzeuge liefert. Hier stieg der Umsatz um 11 Prozent auf 146 Mio. Euro. Das Geschäftsfeld Engine & Nacelle (Triebwerksverkleidungen) legte minimal von 43 auf 44 Mio. Euro zu. Im Geschäftsfeld Interiors stieg der Umsatz um 5,4 Prozent auf 81,7 Mio. Euro. (APA)

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