Wiener Börse schließt am Donnerstag schwächer

28. April 2011, 18:38
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Enttäuschender Quartalsbericht der Erste Group belastet Aktie und ATX - Freundliches Umfeld - OMV schwach

Wien - Die Wiener Börse hat die Sitzung am Donnerstag bei durchschnittlichem Volumen mit tieferen Notierungen beendet. Der ATX fiel 15,83 Punkte oder 0,55 Prozent auf 2.860,60 Einheiten. Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex rund 29 Punkte unter der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 2.890 Punkten. Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr: Dow Jones/New York +0,23 Prozent, DAX/Frankfurt +0,94 Prozent, FTSE/London +0,02 Prozent und CAC-40/Paris +0,91 Prozent.

In einem freundlichen europäischen Umfeld musste der ATX ein Minus verbuchen. Belastet wurde der heimische Leitindex vor allem von den Kursverlusten des Schwergewichtes Erste Group. Nach den präsentierten Erstquartalszahlen verabschiedete sich die Erste-Aktie mit einem Rückgang von 1,44 Prozent auf 34,83 Euro aus dem Handelstag, nachdem mit einem mehr als dreiprozentigen Abschlag bei 34,04 Euro das Tagestief markiert worden war.

"Glanzlose Ergebnisse"

Die Experten der UniCredit bewerteten das Zahlenwerk der Bank für die ersten drei Monate des Jahres 2011 als "glanzlose Ergebnisse". Sowohl die Schätzungen der UniCredit als auch die Konsensuserwartungen seien verfehlt worden. Nach den jüngsten Kursrückgängen sehen die UniCredit-Analysten aber einen guten Einstiegszeitpunkt und empfehlen die Papiere mit "buy" und einem Kursziel von 42,00 Euro zu kaufen.

Europaweit präsentierte sich die Finanzbranche in einer Sektorbetrachtung hingegen in guter Verfassung. Die Raiffeisen-Titel schlossen sich diesem Sentiment an und verbuchten ein Plus von 0,91 Prozent auf 37,70 Euro.

Quartalszahlen wurden auch vom Verbund bekanntgegeben und die Aktie ermäßigte sich um 1,60 Prozent auf 30,67 Euro. Der Stromversorger überraschte beim Umsatz positiv, verfehlte aber beim Nettogewinn die Analystenerwartungen, hieß es. Zudem kappten die Experten der Societe Generale ihr Votum für die Verbund-Anteilsscheine von "buy" auf "hold".

OMV im Minus

Nach publizierten Produktionszahlen schlossen die OMV-Papiere mit einem starken Minus von 2,38 Prozent auf 31,00 Euro. Wegen der seit Anfang März stillstehenden Ölförderung in Libyen produzierte der Konzern im ersten Quartal deutlich weniger Erdöl und Erdgas, wurde bekanntgegeben.

Strabag zeigten zum Börsenschluss ein Plus von 1,31 Prozent bei 22,40 Euro. Der Baukonzern legte endgültige Zahlen für das Jahr 2010 vor. Während das Bauvolumen bereits veröffentlicht worden war, überraschten die Ergebniskennziffern leicht positiv, hieß es von der UniCredit.

In einer freundlichen europäischen Telekombranche befestigen sich Telekom Austria um 0,73 Prozent auf 10,40 Euro. Ohne bekannte fundamentale Nachrichten rutschten Schoeller-Bleckmann um 2,88 Prozent auf 67,11 Euro ab.

Zu Zumtobel gab es zwei neue Analystenmeinungen und die Aktie des Leuchtenherstellers ging um moderate 0,10 Prozent auf 24,20 Euro zurück. Die UniCredit setzte ihr Kursziel für die Aktie von 27,0 auf 32,0 Euro hoch und bestätigte ihre Empfehlung "buy". Eine negativere Einschätzung kam hingegen von der Deutschen Bank. Hier wurde die Einstufung von "buy" auf "hold" zurückgenommen und das Kursziel von 27,0 auf 26,0 Euro gekürzt.

Die zehn größten Kursgewinner

1. CENTURY CASINOS INC +4,45 Prozent

2. SPARKASSEN IMMOBILIEN AG +3,12 Prozent

3. FRAUENTHAL HOLDING AG +2,96 Prozent

4. WARIMPEX FINANZ- UND BET. AG +1,92 Prozent

5. EVN AG +1,49 Prozent

6. STRABAG SE +1,31 Prozent

7. DO&CO RESTAURANTS&CATERING AG +1,31 Prozent

8. OESTERR. POST AG +1,10 Prozent

9. RAIFFEISEN BANK INTERNAT. AG +0,91 Prozent

10. WIENER PRIVATBANK SE +0,74 Prozent

Die zehn größten Kursverlierer

1. SCHOELLER-BLECKMANN AG -2,88 Prozent

2. OMV AG -2,38 Prozent

3. WIENERBERGER AG -1,64 Prozent

4. VERBUND AG KAT. A -1,60 Prozent

5. ERSTE GROUP BANK AG -1,44 Prozent

6. WOLFORD AG -1,08 Prozent

7. S&T SYSTEM INT.&TECH. DISTR.AG -1,04 Prozent

8. A-TEC INDUSTRIES AG -0,96 Prozent

9. ROSENBAUER INTERNATIONAL AG -0,87 Prozent

10. AGRANA BETEILIGUNGS-AG -0,65 Prozent (APA)

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