Abtrünniger Milizenführer getötet

28. April 2011, 10:23
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Ibrahim "IB" Coulibaly wurde von Regierungssoldaten erschossen

Abidjan - Bei Kämpfen in Cote d'Ivoire (Elfenbeinküste) ist ein berüchtigter abtrünniger Milizenführer getötet worden. Truppen des neuen Präsidenten Alassane Ouattara erschossen Ibrahim "IB" Coulibaly am Mittwoch in Abobo, einem Vorort der Wirtschaftsmetropole Abidjan, wie ein Sprecher des Verteidigungsministeriums sagte. Die Regierungssoldaten hatten zuvor eine Offensive gegen die Miliz gestartet. Bei den Kämpfen kamen demnach sechs Milizionäre und zwei Soldaten der Republikanischen Streitkräfte ums Leben.

Coulibaly hatte sich dem Kampf gegen die Truppen des entmachteten Präsidenten Laurent Gbagbo angeschlossen. Für die Rolle seiner Miliz bei der Vertreibung der Gbagbo-Truppen aus Abobo hatte Coulibaly die Anerkennung seiner "unsichtbares Kommando" genannten Truppe durch die neue Regierung gefordert.

Im Bemühen um eine Stabilisierung der Lage im Land hatte Präsident Ouattara alle bewaffneten Gruppen vor wenigen Tagen aufgefordert, die Waffen niederzulegen. Als die Armee die Anweisung gegen die Miliz Coulibalys habe durchsetzen wollen, seien die Soldaten beschossen worden, sagte der Sprecher der Verteidigungsministeriums. Ein Sprecher Coulibalys sagte dagegen, die Miliz habe mit ihrer Entwaffnung bereits begonnen.

Gbagbo hatte sich monatelang geweigert, den Wahlsieg seines Herausforderers Ouattara im vergangenen November anzuerkennen. Die beiden Seiten lieferten sich einen zunehmend blutigeren Machtkampf, bis es Ouattaras Kämpfern schließlich mit Unterstützung von französischen und UNO-Truppen gelang, Gbagbo festzunehmen. Bei den Kämpfen kamen nach Angaben der Vereinten Nationen knapp tausend Menschen ums Leben. (APA/AFP)

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    Ibrahim "IB" Coulibaly wurde am Mittwoch getötet.

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