Raiffeisen mit "Kurier" sehr zufrieden, noch nicht mit EPA-Media

27. April 2011, 14:50
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Außenwerber weiter als Sanierungsfall im Konzern

Für die Raiffeisen Holding Niederösterreich-Wien ist weiterhin der Außenwerber EPA Media (Plakatwerbung) eine Baustelle im Konzern. Die Krisenjahre 2008 und 2009 seien für EPA Media schwierig gewesen, deshalb wurde stark restrukturiert. 2010 habe es schon wieder deutlich freundlicher ausgesehen, "operativ sind wir im Plus", sagte Holding-Chef Erwin Hameseder am Mittwoch. "Im Jahr davor waren wir da deutlich negativ." Zufrieden ist Hameseder mit dem Außenwerber aber noch bei weitem nicht - vor allem was das Ostgeschäft betrifft.

EPA Media gehört 100 Prozent der Medicur, an der die Raiffeisen Holding wiederum zu 50 Prozent beteiligt ist. Die Beteiligungen an Printmedien, Privatfernsehen, Rundfunksender oder eben Außenwerbung sind in der Medicur Holding GesmbH gebündelt. Raiffeisen spricht in seiner Mediensparte nach einem "sehr herausfordernden Jahr 2009" mit zum Teil deutlichen Ergebnisrückgängen mit Blick auf 2010 von leichter Entspannung. "Unsere Medienbeteiligungen machen uns zunehmend wieder mehr Freude", sagte Hameseder bei seiner Bilanzpressekonferenz. Der konjunkturelle Aufschwung bringe einen Ergebnisaufschwung. "Wir freuen uns darüber", das werde wohl 2011 anhalten.

Keine Baustelle sei der "Kurier", hielt Hameseder bei seiner Bilanzpressekonferenz fest, "wir sind hier sehr zufrieden".

Die Mediaprint habe einen "ordentlichen Ergebnisaufschwung", auch wegen der Konjunktur.

Fragen, ob durch den Streit den Mediaprint-Partnern um Preiserhöhungen Chancen verbaut würden, bei der "Kronen Zeitung" einen WAZ-Ausstieg zu finanzieren, beantwortete Hameseder nicht direkt, er verwies aber darauf, dass Raiffeisen immer jener Gesellschafter in der Mediaprint gewesen sei, der um Kalmierung und konstruktive Lösungen bemüht sei. "Das ist weiter unser Ziel. Gute Ergebnisse machen es leichter, dass man zusammenarbeitet. Wir werden weiter unseren Beitrag leisten."

"Sehr genau anschauen" will sich Hameseder künftig die Vorgänge rund um behördliche Verfahren bei Medienkooperationen beziehungsweise -zukäufen. Wann immer Raiffeisen in Sachen Medienbeteiligungen eine Eingabe bei der Wettbewerbsbehörde mache, gebe es eine vertiefte Prüfung. Anders sei das bei anderen Mediengruppen, die in ihren jeweiligen Nischen ebenfalls beachtliche Marktanteile hätten.  (APA)

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