Salzburger Jazzherbst mit Paul Anka als Stargast

27. April 2011, 14:37
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21 Konzerte unter dem Rahmenthema "Storytellers"

Salzburg - Entertainer, Songwriter und Bandleader Paul Anka ist der Star des Salzburger Jazzherbstes von 25. Oktober bis 6. November 2011. Neben einer ihm gewidmeten Gala im Großen Festspielhaus präsentiert Intendant und Geschäftsführer Johannes Kunz unter anderem Konzerte von Dionne Warwick, China Moses, Bettye LaVette, Ryan Shaw, Charles Lloyd, Don Byron, Vijay Iyer oder Charlie Haden mit seinem neuen Quartett. Auch österreichische Jazzer wie Hans Salomon, Fritz Pauer, Christian Muthspiel und Ernst Molden mit Walther Soyka werden beim Salzburger Jazzherbst zu hören sein. Die 16. Ausgabe des Salzburger Jazzherbstes heißt "Storytellers", ein Übertitel, der speziell auf den 70-jährigen Kanadier Paul Anka zugeschnitten ist, der mit seinem weltweit erfolgreichen Programm "Rock swings" nach Salzburg kommen wird.

Neben den Konzerten gibt es heuer 38 Filme über den Jazz, die gratis besucht werden können. Auch berühmte Blues-Filme unter anderem vom Martin Scorsese und Clint Eastwood werden angeboten.

Liquiditätsprobleme

Dauerthema beim Salzburger Jazzherbst sind die Finanzen: "Wir mussten in den vergangenen zwei, drei Jahren den Ausfall des Sponsors 'Post' und die erhebliche Kürzung der Subvention der Stadt Salzburg von 60.000 auf 20.000 Euro, zusammen ein Minus von 140.000 Euro, verkraften. Das hat natürlich zu Liquiditätsproblemen geführt", so Intendant Kunz am Mittwoch bei der Präsentation des Programmes. "Wegen der seit langem dünnen Finanzdecke haben wir Konzerte reduziert, Risiko-Veranstaltungen ausgelassen, nur zwei statt drei Galas präsentiert, den Jazztanz gestrichen und sogar im Marketing zurückgeschraubt. Aber wenn wir so wie in den vergangenen Jahren zu mehr als 80 Prozent ausgelastet sind, dann werden wir auch heuer wieder ausgeglichen bilanzieren können." Die insgesamt 12.000 aufgelegten Eintrittskarten kosten von zwölf bis 150 Euro.

Der Salzburger Jazzherbst verfügt über ein Gesamtbudget von rund einer Million Euro. 84 Prozent stammen aus Eintritten und von Sponsoren, der Rest kommt von Land, Bund und auch von der Stadt. Kunz hat angekündigt, die letzte Rate (25.000 Euro) der Festspielhausmiete 2010 jetzt im Mai 2011 zu überweisen. Immer wieder war der Jazzherbst wegen verspäteter Zahlungen kritisiert worden. Der Jazzherbst-Geschäftsführer wies darauf hin, dass die Gesamt-Subventionen der öffentlichen Hand insgesamt gerade ausreichen würden, um die Saalmieten in Salzburg zu bezahlen. Kunz hat eine Studie zur Berechnung der Umwegrentabilität des Salzburger Jazzherbstes in Auftrag gegeben. (APA)

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