3.000 Mädchen in Wien erwartet

27. April 2011, 13:20
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Grüne fordern mehr Koordination: Bündelung von Aktionen wäre erfolgsversprechender, meint Schwentner

Wien  - Der Girls' Day oder Töchtertag, wie er in Wien heißt, steht wieder vor der Tür. Bereits zum zehnten Mal können sich Mädchenam Wiener Töchtertag über das alternative Berufsangebot informieren und die Jobs auch testen. Im ganzen Bundesgebiet beteiligen sich zahlreiche Firmen und Behörden am Donnerstag wieder an der Initiative. Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek besucht am Nachmittag die Telekom Austria.

Über 3.000 Mädchen in Wien erwartet

Junge Frauen, bzw. nicht selten deren Eltern, treffen auch im Jahr 2011 noch häufig eine traditionelle Berufswahl und legen damit den Grundstein für geringere Einkommen. Am Girls' Day haben sie deshalb die Gelegenheit, in ihnen noch unbekannte Jobs reinzuschnuppern. Beim Wiener Töchtertag werden in den rund 170 teilnehmenden Betrieben über
3.000 Mädchen erwartet. Los geht es mit Frauenstadträtin Sandra Frauenberger in der Früh bei der Bombardier Transportation Austria GmbH & RTA Rail Tec Arsenal Fahrzeugversuchsanlage GmbH im Windkanal, wo ein ICE getestet wird. Anschließend besucht sie eine Siemens-Lehrwerkstätte mit integrativer Lehrlingsausbildung für junge Menschen mit vermindertem Hörvermögen. Auf dem Programm stehen unter anderem noch der Besuch in einer Tischlerei und einer Autowerkstätte.

Auch im Parlament können Mädchen für Frauen untypische Berufe bei Sonderbauprojekten, im Bereich der Sicherheit oder im ORF-Stadtstudio kennenlernen. Geplant sind zudem eine Gebäudeführung, die Teilnahme
an der Nationalratssitzung sowie eine Diskussion mit Nationalratspräsidentin Barbara Prammer und Abgeordneten aller
Parlamentsparteien.

Die Grünen fordern anlässlich des diesjährigen Girls' Day eine nationale Koordinationsstelle für nicht-traditionelle Berufswahl. Ziel sei eine bessere Vernetzung aller Initiativen beginnend bei der Berufsorientierung in der Schule bis hin zu arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen, erklärte Frauensprecherin Judith Schwentner in einer Aussendung. (APA)

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