Über 1.000 Roma aus illegalen Lagern in Rom verwiesen

24. April 2011, 12:40
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Nach Abbruch der Baracken Unterbringung in Aufnahmezentrum angeboten

Bukarest - Über 1.000 zumeist rumänische Roma sind in den vergangenen Tagen aus ihren illegalen Behausungen in Rom verwiesen worden. Dies geht aus einer am Samstag vom Pressebüro des römischen Bürgermeisteramtes veröffentlichten Bilanz hervor.

Bürgermeister Gianni Alemanno hatte den Abbruch der improvisierten Baracken als "eine Maßnahme zur Erhöhung der Sicherheit der nomadischen Lebensweise" bezeichnet. Der Sprecher des Bürgermeisteramtes, Simone Turbolente, erklärte gegenüber der rumänischen Nachrichtenagentur Agerpres, dass allen Roma-Gruppen eine Unterbringung im Aufnahmezentrum Cara angeboten wurde. Das Zentrum kann jedoch nur Frauen und Kinder aufnehmen. Gianluca Standerini vom Sozialhilfswerk Popica weist indes darauf hin, dass es "unvorstellbar ist, dass die Familien auf Befehl des Bürgermeisteramtes getrennt leben", so dass sie andere Schlafplätze werden finden müssen.

Laut Standerini wurden die Presse und die Sozialorganisationen bei dem Abbau der Lager nicht zugelassen. Am Karfreitag hatten etwa 200 Roma, die aus ihrem Lager im Stadtteil Tiburtina verwiesen worden waren, in der Basilika San Paolo Fuore le Mura Zuflucht gesucht. (APA)

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