Die Austria und das Zeichen

22. April 2011, 15:14
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Wiener müssen sich in Ried rehabilitieren - Oberösterreicher schieben schwächelnden Gästen Favoritenrolle zu

Ried/Wien - Wenn Sturm Graz als erster Verfolger am Samstag (16.00 Uhr) in Kapfenberg das steirische Fußball-Derby gewinnt, dann tritt die schwächelnde Wiener Austria 24 Stunden später in Ried als Ex-Spitzenreiter zum Schlager der 30. Bundesliga-Runde gegen den derzeitigen Vierten an. Und den Oberösterreichern gefallen sich darin, den Druck auf die Schultern der Gäste zu platzieren.

"Die Austria bleibt für mich immer Favorit - egal, ob sie auswärts oder daheim spielt", sagte Paul Gludovatz. Karl Daxbacher ist sich, wohl auch angesichts der Cup-Peinlichkeit gegen Lustenau, nicht so sicher.  Kapitän Roland Linz versprach den Fans, dass sie in Ried eine andere Austria sehen werden. "Es muss von der ersten Minute erkennbar sein, dass wir den Sieg wollen", appellierte Daxbacher, der gemeinsam mit Sportvorstand Thomas Parits am Tag nach der Blamage eine fast einstündige Aussprache mit dem Kader gehabt hatte. "Ich glaube daran, dass die Mannschaft die richtige Reaktion zeigen wird. Wir können und müssen ein Zeichen setzen", meinte Parits unmissverständlich. Immerhin haben die Violetten, die zuletzt vor 195 Minuten ins gegnerische Tor trafen, in dieser Saison auswärts erst eine Niederlage hinnehmen müssen.

Diese datiert vom 6. November und passierte - beim SV Ried. Diese befindet sich wieder im Aufwind, nach dem ersten Erfolg nach sieben siegloses Runden in Wr. Neustadt folgte die Eliminierung von Sturm Graz aus dem Cup. Gludovatz: "Ich bleibe Realist. Psychisch sind wir gut drauf, es ist aber die Frage, ob wir die englische Woche auch körperlich drüberbringen."

Für Ried-Manager Stefan Reiter sind die Gäste noch wie vor erster Titelkandidat. "Wir wollen aber in einen europäischen Bewerb und dazu muss man daheim punkten" Besonders motiviert ist diesmal Guillem. Dem Spanier drückt ein elfköpfiger Familien-Clan die Daumen. (APA/red)

Mögliche Aufstellungen und technische Daten:

SV Ried - Austria Wien (Sonntag, Keine-Sorgen-Arena, 16.00 Uhr/live Sky und ORFeins, Schiedsrichter Robert Schörgenhofer). Bisherige Saison-Ergebnisse: 1:0 (a), 2:1 (h), 0:1 (a)

Ried: Gebauer - Stocklasa/Reifeltshammer, Glasner/Stocklasa, Riegler/Prettenthaler - Brenner/Hadzic, Mader, Schrammel - Lexa, Hadzic/Nacho, Royer - Guillem/Hammerer. Ersatz: Hesl - Hackmair, Ziegl, Zulj

Fraglich: Brenner (Knöchel), Glasner (Achillessehne), Riegler (Rücken)

Es fehlen: Carril (verletzt), Huspek, Sammer (beide nicht im Kader)

Austria: Lindner - Klein, Margreitter, Ortlechner, Suttner - Jun/Stankovic, Baumgartlinger, Junuzovic, Liendl - Linz, Barazite. Ersatz: Safar - Leovac, Hoheneder, M. Wallner, Dilaver, Hlinka, F. Koch, Vorisek, Tadic

Fraglich: Jun (Oberschenkelmuskel)

Es fehlen: Almer, Troyansky, Gorgon, Salomon (alle nicht im Kader), Schumacher (verletzt)

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