68 Geiseln befreit

21. April 2011, 18:34
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Polizeiaktion nach Entführung in Mexiko

Mexiko-Stadt - Die mexikanische Polizei hat nach eigenen Angaben im Norden des Landes 68 Menschen aus der Gewalt von Entführern befreit. Wie das Sicherheitsministerium in Mexiko-Stadt am Mittwoch mitteilte, waren die Opfer, darunter zwölf Migranten aus Mittelamerika, bereits am Dienstag in der Grenzstadt Reynosa im Bundesstaat Tamaulipas aus Überlandbussen entführt worden. Zwei mutmaßliche Entführer seien festgenommen worden, sie gehörten zum Golf-Kartell, hieß es.

In Tamaulipas, das Migranten aus dem Süden Mexikos und Zentralamerika auf ihrem Weg Richtung USA durchqueren müssen, waren im vergangenen Jahr 72 Migranten Menschen brutal auf einer Ranch getötet worden, weil sie sich geweigert hatten, sich von einem Kartell anheuern zu lassen. In diesem Monat wurden dort in zahlreichen Massengräbern rund 150 Leichen gefunden, die von dem Kartell "Los Zetas" verscharrt worden sein sollen. Einige Leichen wurden nach Mexiko-Stadt in ein Bestattungsinstitut gebracht. In der Vorwoche hatten mexikanische Behörden die Festnahme eines führenden "Los Zetas"-Mitglieds vermeldet. Martin Omar Estrada Luna alias "El Kilo" wird mit den Massengräbern in Tamaulipas in Verbindung gebracht. (dpa/red, DER STANDARD, Printausgabe, 21.4.2011)

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    Ein gerichtsmedizinischer Mitarbeiter lugt durch eine Plane, die den Eingang zu einem Bestattungsinstitut in Mexiko-Stadt verdeckt, als dorthin 50 Leichen aus den Massengräbern von Taumalipas gebracht werden.

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