Stefanie Oberlechner, Schiffsführerin

    21. April 2011, 17:00
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    Stefanie Oberlechner hat 2008 als einzige Frau in ihrem Lehrgang ihre dreijährige Ausbildung in der Binnenschifffahrt absolviert

    "She said Captain, I said wot"; "Wot", der Gstampfte von Captain Sensible, fällt einem sofort ein, wenn man mit Stefanie Oberlechner zu tun hat. Schließlich ist sie die erste Frau auf der Kommandobrücke des Twin City Liners, die das Schiff seit Anfang April zwischen Wien und Bratislava lenkt. "Bitte. Wir lenken nicht, wir steuern, wenn ich Sie darauf hinweisen darf, da sind wir heikel", korrigiert die Schiffsführerin.

    "Der Twin City Liner ist der Porsche unter all den Donauschiffen. Die Technik ist am neuesten Stand, die Geschwindigkeit ist einzigartig. Mit 60 km/h sind wir locker unterwegs, bei höherem Wasserstand sind wir mit der Strömung sogar noch schneller", sagt der Zweite Kapitän nicht ohne Stolz.

    Stefanie Oberlechner hat 2008 ihre dreijährige Ausbildung in der Binnenschifffahrt am Tiroler Achensee absolviert, als einzige Frau in ihrem Lehrgang übrigens. An Land wartet auf die 21-Jährige ein Motorrad. "Mir gehört seit zwei Jahren eine Suzuki GS 500. Die brauche ich in der Stadt, ich finde es müßig, lange Parkplatz zu suchen, mit dem Motorrad ist das alles kein Problem. Außerdem richten sich meine Arbeitszeiten nicht nach den öffentlichen Verkehrsmitteln, oft fährt gar keine U-Bahn mehr, wenn ich in Wien anlege. Mit der Suzuki bin ich unabhängig."

    Frau Kapitän hat zur Sicherheit auch ein Auto. "Auch auf vier Rädern bin ich mit Suzuki unterwegs. Der dunkelrote Swift, ein Vorführwagen, ist eigentlich auch ein idealer Stadtflitzer, ich habe ihn jetzt zwei Jahre und fahre mit ihm meist im Winter. Oder dann, wenn ich meine Eltern in Schwaz besuche. " (Jutta Kroisleitner/DER STANDARD/Automobil/22.04.2011)

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      foto: chriss rhabek
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