Islamistische Prediger sprachen zu 1500 Menschen

21. April 2011, 08:19
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Thema: "Islam - die missverstandene Religion" - Radikal-islamischer Prediger muss Deutschland innerhalb von drei Tagen verlassen

Frankfurt/Main - Trotz Protesten und juristischen Auseinandersetzungen sind die radikal-islamistischen Prediger Pierre Vogel und Bilal Philips in Frankfurt aufgetreten. Vor rund 1500 Menschen - streng getrennt nach Männern und Frauen - sprachen sie auf dem Roßmarkt in der Innenstadt rund zwei Stunden über den "Islam - die missverstandene Religion". Der als Hassprediger kritisierte Philips muss Deutschland nun jedoch innerhalb von drei Tagen verlassen und darf etwa ein Jahr lang nicht mehr einreisen.

Diese von der Frankfurter Ausländerbehörde am Mittwoch veranlasste Ausweisungsverfügung sei Philipps im Anschluss an die Kundgebung übergeben worden, sagte Polizei-Sprecher Jürgen Linker. Hetztiraden und Hassparolen hatten die beiden als Hassprediger kritisierten Salafisten in ihren Reden nicht von sich gegeben. "Wer eine Stelle findet, wo ich zu Hass aufrufe, dem schenke ich 1000 Euro", gab Vogel zu Beginn die Richtung vor. Zunächst sprach er auf Arabisch, dann auf Deutsch, anschließend übersetzte er den Vortrag des in Jamaica geborenen und in Kanada aufgewachsenen Philips sehr frei aus dem Englischen. Dieser ist nach Erkenntnissen des Verfassungsschutzes 1972 als 25-Jähriger zum Islam übergetreten.

Manche der Zuhörerinnen in Frankfurt trugen Kopftücher, Frauen mit Burka durften den abgesperrten Platz nicht betreten - wegen des Vermummungsverbots. Hinter einem weißen Lieferwagen - der den Predigern als Bühne diente - demonstrierten bis zu 500 Menschen gegen die Kundgebung. Zu Zwischenfällen kam es nach Polizeiangaben nicht. (APA)

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    Pierre Vogel (rechts) und Bilal Phillips bei ihrem Auftritt in Frankfurt.

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