Rückschlag für Buffalo

19. April 2011, 09:29
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Sabres liegen nach 2:4-Heimniederlage gegen Philadelphia Flyers in der Serie mit 1:2 zurück

Buffalo - Thomas Vanek und die Buffalo Sabres sind im Play-off der NHL unter Druck geraten. Die Sabres mussten sich am Montag im Heimspiel den Philadelphia Flyers ohne den verletzten Andreas Nödl mit 2:4 geschlagen geben und gerieten in der "best-of-seven"-Serie mit 1:2 in Rückstand. Am Mittwoch sind die Sabres damit schon unter Zugzwang, eine neuerlicher Auswärtssieg würde die Flyers schon mit einem Bein in die nächste Runde bringen.

"Es steht erst 1:2. Wir müssen die Niederlage vergessen und den Sieg holen", meinte daher auch Vanek im Gespräch mit der APA - Austria Presse Agentur. Fehler, die die Flyers eiskalt ausnützten, und ein erfolgloses Zwei-Mann-Überzahl-Spiel im Schlussdrittel brachten Buffalo um den Erfolg. "Die paar Fehler, die wir gemacht haben, haben sie genutzt. Die Chancen, die wir herausgeholt haben, haben wir nicht verwerten können. Wir hätten es vor allem im Spiel 5-gegen-3 machen müssen, das muss ein Tor sein", trauerte der Stürmer der 47. Minute nach, als Buffalo für 1:15 Minuten zwei Mann mehr auf dem Eis hatte.

Nach der großen Vorfreude war die Enttäuschung entsprechend groß. Mit fünf Heimsiegen in Folge hatten die Sabres den Grunddurchgang beendet. Zu Hause wollten sie nun einen großen Schritt Richtung zweite Runde machen. 18.690 Zuschauer sorgten für eine ausverkaufte Halle, vor den Toren der HSBC-Arena trotzten einige Tausend Fans den eisigen Temperaturen von knapp über Null Grad. Public Viewing war angesagt, mit Live-Musik und Live-Übertragung auf zwei Großbildschirmen.

Doch die Flyers erwiesen sich als Stimmungstöter. Mit der ersten Chance schoss Jeff Carter die Gäste im Powerplay in Führung (5.), nach dem Ausgleich von Drew Stafford (12./PP) brachte der frühere Buffalo-Kapitän Daniel Briere die Flyers nach einem Scheibenverlust von Chris Butler hinter dem Tor wieder voran (23.). Er stellte damit den Spielverlauf auf den Kopf, denn die Sabres nahmen das Flyers-Tor im ersten Drittel voll unter Beschuss.

"Das erste Drittel war ganz gut, aber wir müssen die Chancen mehr vor dem Tor herausspielen, weniger von außen finden. Da müssen wir ein bisschen kreativer sein", meinte Vanek. "Fehler tun in dem Moment sicher weh, aber sie passieren. Da müssen wir einfach weiter", sagte der diesmal erfolglose Torjäger. Doch Buffalo fing sich erst im Schlussdrittel wieder und scheiterten da stets an Brian Boucher.

Der Torhüter war einer von zwei neuen Spielern, die Trainer Peter Laviolette in die Mannschaft brachte. Beide erwiesen sich als Goldgriff. Nikolaj Scherdew profitierte von der Verletzung von Andreas Nödl. Der Wiener hatte sich am Samstag eine Verletzung am Oberkörper zugezogen, deren Art und Grad die Flyers nicht bekanntgeben. Scherdew jedenfalls nützte seine Chance und sorgte mit seinem Treffer zum 3:1 (37.) für die Vorentscheidung. Der zweite Matchwinner war Boucher, der gegenüber Sergej Bobrowsky den Vorzug erhalten hatte und in der heißen Phase souverän agierte. "Vor allem im dritten Drittel hat er die Partie über die Runden gebracht", gab es für den Torhüter Lob vom Trainer. (APA)

Conference-Viertelfinale ("best of seven"):

Eastern Conference:

Buffalo Sabres (mit Thomas Vanek) - Philadelphia Flyers (ohne Andreas Nödl) 2:4. Stand in der Serie: 1:2

Montreal Canadiens - Boston Bruins 2:4. Stand: 2:1

Tampa Bay Lightning - Pittsburgh Penguins 2:3. Stand: 1:2

Western Conference:

Phoenix Coyotes - Detroit Red Wings 2:4. Stand: 0:3

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    Kimmo Timonen (Flyers/li) gegen Thomas Vanek (Sabres).

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