Causa Hochegger - Ex-Telekomvorstände einvernommen

14. April 2011, 15:06
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Telekom Austria: Bisher noch keine klaren Gegenleistungen für die Zahlungen an Valora gefunden

Die Justiz erhöht auch in der Causa rund um Lobbyingverträge von Peter Hochegger mit der teilstaatlichen Telekom Austria den Fahndungsdruck. Wie das Magazin "Format" vorab berichtet, sind die ehemaligen Telekom-Vorstände wegen des Verdachts der Untreue einvernommen worden. Hausdurchsuchungen hatten bereits, wie berichtet, stattgefunden.

Die Staatsanwaltschaft Wien ermittelt gegen Fischer und Schieszler im Zusammenhang mit Honorarzahlungen der Telekom Austria an die Valora Unternehmensberatung und -beteiligungs AG sowie wegen Vermittlungsprovisionen des chinesischen Telekomzulieferers Huawei an die zypriotische Astropolis Investment Consulting Limited. Sowohl Valora als auch Astropolis werden dem PR-Berater und Lobbyisten Peter Hochegger zugerechnet.

Keine klaren Gegenleistungen

Laut Telekom-Sprecherin Elisabeth Mattes konnte die interne Revision des Unternehmens bisher in den Unterlagen keine klaren Gegenleistungen für die Rechnungen an Valora finden. Von den angeblichen Huawei-Provisionen habe man erst aus den Medien erfahren, so Mattes zur APA.

Erst kürzlich war bekanntgeworden, dass auch gegen Ex-Telekom-Betriebsratschef Michael Kolek ermittelt wird. Zudem wurden die Telefone der Ex-Telekom-Vorstände Rudolf Fischer und Gernot Schieszler wochenlang überwacht. Gegen Kolek wird wegen des Verdachts der "Begünstigung" Nachschau gehalten. Kolek soll direkt und indirekt Fischer und Schieszler mit strafverfahrensrelevanten Informationen aus der Telekom Austria versorgt haben, berichtet "Format". Kolek wurde nach Auftauchen der Vorwürfe vorläufig vom Dienst suspendiert. Für Fischer, Kolek und Schieszler gilt die Unschuldsvermutung.

Ermittelt wird wegen rund 25 Mio. Euro an Zahlungen, die Peter Hochegger über einen Zeitraum von zehn Jahren - von 1998/99 bis 2009 - von der Telekom Austria erhalten haben soll, wie zuletzt das Nachrichtenmagazin "Profil" schrieb. Es bestehe der Verdacht der Untreue. Allerdings war die Agentur Hochegger.Com auch die "Haus- und Hof"-PR-Stelle des Konzerns. Branchenbeobachter betonten, dass hier nicht die klassische PR-Arbeit wie Presseaussendungen und Pressekonferenzen mit den nun aufgetauchten Vorwürfen vermischt werden dürfe. (APA)

 

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