"Format"-Abbau in vollem Gange

18. Mai 2003, 19:57
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Fünf Freistellungen mit sofortiger Wirkung - Journalistengewerk- schaft: "Format"-Kündigungen direkte Folge der Fusion

Für Mitte Juni kündigt News in seiner jüngsten Ausgabe den Relaunch des verlagseigenen Nachrichtenmagazins Format zum Wirtschaftsblatt an. Der interne Umbau hat indessen konkret begonnen: Fünf Mitarbeiter wurden nach STANDARD-Informationen mit sofortiger Wirkung freigestellt.

Kampf gegen das "Taglöhnertum in den Medien"

Bei einer Betriebsversammlung am Freitag versprach Journalistengewerkschafter Franz C. Bauer die Forderung der Betroffenen nach einem Sozialplan zu unterstützen. Die Journalistengewerkschaft werde sich künftig verstärkt dem Kampf gegen das "Taglöhnertum in den Medien" widmen. Sie werde sich auch sehr genau anschauen, unter welchen Bedingungen "Format neu" hergestellt werde. Hier werde man die strikte Einhaltung des Arbeitsrechtes prüfen.

"Direkte Folge der Magazinfusion"

Bauer bezeichnete die Situation bei Format als "direkte Folge der Magazinfusion". "Jetzt bekommen die Kolleginnen und Kollegen die Rechnung für das Versagen von Politik, Justiz und Kammern präsentiert", sagte Bauer vor der Belegschaft des Format.

Gerüchte, wonach es sich bei den Freigestellten um jene handelte, die bei einer Betriebsversammlung wenig zurückhaltend waren, bestätigten weder der Vorsitzende der Geschäftsführung Rudi Klausnitzer noch Betriebsrat Stephan Klasmann. Beide waren nicht erreichbar.

News meldete vergangene Woche wie berichtet 37 Format-Mitarbeiter beim Arbeitsmarktservice zur Kündigung an. Angeblich sollen rund zwei Millionen Euro eingespart werden. (prie/DER STANDARD; Printausgabe, 17./18.5.2003)

Nachlese

"Format": Rebellion gegen Chefs - Belegschaft fordert Konsequenzen in der Führung

"Format": Mannschaft soll halbiert werden
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    foto: derstandard.at
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