Hotels brauchen dringend Personal

13. April 2011, 15:10
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Von Zimmermädchen über Küchenhilfen bis hin zu Abwäschern und Hoteldienern sind Stellen zu vergeben

Wien - Die heimische Hotellerie braucht dringend Personal. Für mindestens 3.700 Saisonnierstellen müssten die Betriebe neue Mitarbeiter finden, schlug die Österreichische Hoteliervereinigung (ÖHV) am Mittwoch Alarm. Die ÖHV startet nun eine Job-Initiative in der Slowakei, Tschechien und Ungarn.

Die ÖHV schickt allen Hoteliers, die Mitglied in der Hoteliervereinigung sind, Info-Broschüren über die Arbeit in den österreichischen Vier- und Fünf-Sterne-Hotels auf Ungarisch, Tschechisch und Slowakisch. Darin steht Grundlegendes über Arbeitsrecht und Lebenskosten, Einreisebedingungen, Amtswege, Unterkunft, Gesundheitsversorgung, Deutschkurse und Familiennachzug. Die Hotelmitarbeiter aus den drei genannten Ländern sollen die Broschüren dann an Bekannte und Verwandte verteilen. Auf diesem Weg könnten neue Arbeitnehmer angeworben werden, hofft die ÖHV.

Parallel dazu schickt die Hoteliervereinigung die Broschüren an Botschaften, Arbeitsämter und Tourismusschulen sowie an in- und ausländische Online-Jobplattformen und Medien. Des weiteren kooperiert die ÖHV mit dem Personaldienstleister Manpower, um dessen internationales Netzwerk zu nutzen."Wir heißen unsere Nachbarn willkommen! Lieber heute als morgen und ohne Formulare und Amtswege", teilten die ÖHV-Präsidenten Peter Peer und Sepp Schellhorn mit. Interessierte könnten sich auch direkt bei den Hotels oder über Jobplattformen wie hogastjob.com bewerben.

Arbeitsmarktöffnung

Die Arbeitsmarktöffnung für die acht neuen EU-Mitglieder Slowakei, Slowenien, Ungarn, Polen, Estland, Lettland und Litauen per 1. Mai 2011 bringt nur teilweise Erleichterung. Denn parallel dazu hat das Sozialministerium die Kontingente für Saisonniers kräftig zusammengestutzt. Ein Drittel der Stammsaisonniers stammte bisher allerdings aus Drittstaaten wie Bulgarien, Rumänien oder dem früheren Jugoslawien. Den einen werde die Tür geöffnet, den anderen werde sie vor der Nase zugeknallt.

"Schon bisher konnten Tausende offene Stellen zur Saisonspitze nicht besetzt werden - jetzt werden weitere 3.700 Mitarbeiter ausgesperrt", kritisierte Peer und forderte ein entsprechendes Kontingent für Arbeitnehmer aus EU-Drittstaaten. Für gerade einmal 1.928 Saisonniers vom vergangen Sommer hebe sich der Grenzbalken endgültig. (APA)

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    Die ÖHV startet eine Job-Initiative in der Slowakei, Tschechien und Ungarn.

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