s Versicherung mit mehr Prämieneinnahmen und Gewinn

12. April 2011, 13:41
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Wien - Die zum Vienna-Insurance-Konzern gehörende s Versicherung erzielte 2010 mehr Einnahmen und Gewinn. Die verrechneten Prämien der vorwiegend in der Lebensversicherung tätigen Assekuranz legten um 3,2 Prozent auf 901 Mio. Euro zu. Der Jahresüberschuss stieg auf 68,3 Mio. Euro, nach 41,1 Mio. Euro, teilte das Unternehmen heute, Dienstag, mit. Die Erholung der Gesamtwirtschaft habe sich positiv im Ergebnis niedergeschlagen, die Stärken als Bankversicherer seien voll zur Geltung gekommen, so Vertriebsvorstand Heinz Schuster.

Gemeinsam mit dem Vertriebspartner Erste Bank und Sparkassen wolle die s Versicherung "so rasch wie möglich" wieder die Nummer eins unter den Lebensversicherern in Österreich werden, so der Vorstand laut heutiger Pressemitteilung. Die s Versicherung - derzeit hinter der Konzernschwester Wiener Städtische an zweiter Stelle - sei bereits in den Jahren 2001 bis 2005 die Nummer eins gewesen. Derzeit liege der Marktanteil bei 11,6 Prozent.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr stiegen die Prämieneinnahmen in der Lebensversicherung auf 879,83 Mio. Euro (+3,2 Prozent). Man sei damit deutlich über dem Marktdurchschnitt gewachsen. In der Unfallversicherung erhöhten sich die Prämieneinnahmen um 6,1 Prozent auf 21,25 Mio. Euro. Bei den Einmalerlägen in der Lebensversicherung gab es ein Plus von 4,7 Prozent auf rund 402 Mio. Euro, bei laufenden Prämien von 1,9 Prozent auf rund 478 Mio. Euro.

In der staatlich geförderten Zukunftsvorsorge, auf die die s Versicherung heuer bei der laufenden Prämie das Hauptaugenmerk legen will, habe man mit rund 180.000 Verträgen einen Marktanteil von 12,9 Prozent. Die Zahl der Neuverträge lag bei rund 13.000. Bereits 85 Prozent der Bestandskunden seien in das neue Lebenszyklusmodell gewechselt, das seit Jahresbeginn 2010 für alle Neuverträge gilt. Die Prämieneinnahmen bei der Zukunftsvorsorge stiegen 2010 um 10,2 Prozent auf rund 125 Mio. Euro. Alle Verträge, die von "Absicherungsmaßnahmen" im Krisenjahr 2008 betroffen waren, profitierten wieder an der Entwicklung der Kapitalmärkte, so die s Versicherung. Es gebe bei der s Versicherung keine "ausgestoppten" Verträge. Zur Musterklage des Verein für Konsumenteninformation (VKI) bezüglich der Zukunftsvorsorge gab s Versicherung heute auf APA-Anfrage unter Hinweis auf das laufende Verfahren keine Stellungnahme ab.

Die Kunden legten bei der Geldanlage wieder deutlich mehr Wert auf Sicherheit, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Versicherungsprodukte hätten dadurch wieder deutlichen Aufwind. In der indexgebundenen Lebensversicherung hätten sich die Prämieneinnahmen um 34,8 Prozent auf rund 226 Mio. Euro erhöht.

Bei der betrieblichen Altersvorsorge habe die s Versicherung mit einem Marktanteil von 22,4 Prozent die Marktführerschaft übernommen. Das Prämienvolumen im Rahmen der betrieblichen Vorsorge stieg um 11,3 Prozent auf 113 Mio. Euro. Bei der Pflegevorsorge habe die s Versicherung mit bis dato rund 16.500 verkauften Verträgen einen Marktanteil von mehr als 50 Prozent und sei damit ebenfalls Marktführer.

Die Kapitalanlagen der s Versicherung, die zu 95 Prozent der Vienna Insurance Group und zu 5 Prozent der Erste Group gehört, stiegen im abgelaufenen Geschäftsjahr um 5,1 Prozent auf 9,5 Mrd. Euro. Das Finanzergebnis verbesserte sich auf 317,1 (261,2) Mio. Euro. (APA)

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