Programm setzt auf Martin Grubinger und Thomas Larcher

11. April 2011, 16:37
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410 Konzerte in 39 Abo-Zyklen - Duo Igudesman & Joo sind "verrückt nach Musik" - Gergiev kommt mit Tschaikowsky-Sieger

Wien - Das Wiener Konzerthaus geht im kommenden Herbst in seine 99. Saison und ist "Verrückt nach Musik". Unter diesem Motto gestaltet zumindest das Klassik-Comedy Duo Igudesman & Joo eine Reihe von Show-Abenden, Schwerpunkte gelten 2011/12 auch Multipercussionist Martin Grubinger, Komponist Thomas Larcher sowie den Musiciens du Louvre. In 39 Abo-Zyklen werden 410 Veranstaltungen angeboten. "120 davon sind der zeitgenössischen Musik gewidmet", unterstrich Konzerthaus-Chef Bernhard Kerres heute, Montag, bei der Programmpressekonferenz.

Sein "Instrument in seiner ganzen Vielfalt darstellen", möchte Schlagwerker Grubinger in fünf Konzerten, die ihn unter anderem erstmals mit den Wiener Philharmonikern zusammenbringen: Am 25. November spielen sie gemeinsam das für Grubinger komponierte Schlagzeug-Konzert von Friedrich Cerha. Ebenfalls erstmals mit den Philharmonikern tritt auch Helene Grimaud (12. März) unter Yannick Nezet-Seguin auf und eröffnet darüber hinaus den Klavierzyklus. Neben großen Namen wie Radu Lupu oder Grigory Sokolov bringt eine eigene Reihe für Klavier-Jungstars Khatia Buniatishvili, Kit Armstrong oder Ingolf Wunder in den Mozartsaal.

In einem Porträtzyklus gewürdigt wird der österreichische Komponist und "Klangspuren"-Intendant Thomas Larcher mit sieben Veranstaltungen, erneut umfangreich präsent ist Marc Minkowski mit seinen Musiciens du Louvre und allen Schubert-Symphonien, die auch aufgenommen werden. Valery Gergiev kehrt nach seinem jüngsten Schostakowitsch-Gastspiel nächsten Mai mit dem London Symphony Orchestra und noch nicht bekanntem Solisten zurück: Der Gewinner oder die Gewinnerin des Tschaikowsky-Wettbewerbes tritt mit Tschaikowskys Violinkonzert auf. Bei den sechs Jazz-Konzerten im Großen Saal sind etwa Maria Schneider, Chick Corea mit Gary Burton oder Chucho Valdes zu Gast.

In den nächsten drei Jahren ausfallen wird das Saisonstart-Festival "Spot: On", "weil wir jeweils andere Veranstaltungen haben, die das ganze Haus beanspruchen", so Kerres. Heuer ist es das Klangforum-Projekt "Oskar Serti geht ins Konzert. Warum?" am 5. und 6. November gemeinsam mit Wien Modern, bei dem alle Säle zur Bühne eines vielseitigen Klangtheaters werden. Ungewöhnliche Konzertabende versprechen überdies der Geiger Aleksey Igudes und der Pianist Hyung-ki Joo, die ihr Konzept ausgelassener und komödiantischer Klassik-Shows auf hohem künstlerischen Niveau dreimal - und zusätzlich in der Silvesternacht - unter dem Titel "Verrückt nach Musik" ins Konzerthaus bringen. Als Gäste sind etwa Emanuel Ax oder Viktoria Mullova dabei. (APA)

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