Österreich EU-weit auf dem Stockerl

11. April 2011, 12:36
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Anteil der Erneuerbaren in der Alpenrepublik bei 27 Prozent, an der Spitze sind Lettland mit 36 und Schweden mit 34 Prozent

Wien - Erneuerbare Energiequellen sind in den 27 EU-Ländern auf dem Vormarsch: Ihr Anteil hat sich von 1999 auf 2009 nahezu verdoppelt, von fünf auf neuen Prozent am gesamten Bruttoinlandsenergieverbrauch. Dies gab das EU-Statistikamt Eurostat am Montag anlässlich der "EU-Woche für erneuerbare Energie" veröffentlicht.

Österreich drittbestes Land

Österreich liegt beim Anteil erneuerbarer Energien mit 27 Prozent an dritter Stelle. Lettland ist in diesem Bereich mit 36 Prozent top, gefolgt von Schweden (34), Österreich und Finnland (23 Prozent). Der EU-Durchschnitt betrug 9,0 Prozent.

Erneuerbare Energien umfassen in der Eurostat-Definition Wasserkraft, Windenergie, Biomasse, geothermische und Solarenergie. Die größten Anstiege der Erneuerbaren zwischen 1999 und 2009 gab es in Dänemark (von 8 auf 17 Prozent), Schweden (von 27 auf 34 Prozent), Deutschland (von 2 auf 8 Prozent), Portugal (von 13 auf 19 Prozent), der Slowakei (von 3 auf 7 Prozent), Österreich (von 23 auf 27 Prozent), Lettland (von 32 auf 36 Prozent), Spanien (von 5 auf 9 Prozent), Slowenien (von 9 auf 13 Prozent) und Ungarn (von 3 auf 7 Prozent). 

EU-Schlusslichter sind Malta, das überhaupt keine erneuerbaren Energien aufweist, Luxemburg mit nur 2,8 Prozent und Großbritannien mit 3,0 Prozent.

In Malta hat Öl demzufolge einen Anteil von 100 Prozent des gesamten Bruttoinlandsenergieverbrauchs. Auf immer noch mehr als die Hälfte kommt es weiters in Zypern (96%), Luxemburg (63%), Griechenland (55%), Irland (52%) und Portugal (50%). Über alle EU-Länder betrachtet sank der Anteil des Öls aber von 39 auf 37 Prozent.

Mehr Gas, weniger Atomstrom

Insgesamt hat sich auch der Anteil von Gas am Energiemix erhöht, und zwar von 22 auf 24 Prozent. Die höchsten Anteile von Gas wurden in den Niederlanden (43 Prozent), Italien und dem Vereinigten Königreich (je 38) sowie Ungarn (36) beobachtet. Der Anteil der festen Brennstoffe verringerte sich von 18 auf 16 Prozent.

Der Anteil der Kernenergie blieb in diesem Zeitraum nahezu unverändert bei 14 Prozent; hier sind Frankreich (40 Prozent), Litauen (34) und Schweden (29) führend. (red)

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    In Österreich stieg der Anteil der Erneuerbaren von 23 auf 27 Prozent. Deutschland (Bild: Offshore-Windpark "Alpha Ventus" in der Nordsee) konnte zwar einen stärkeren Anstieg verzeichnen, allerdings ausgehend von einem wesentlich geringeren Niveau.

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