US-Ölpreis etwas höher

13. April 2011, 14:15
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Wien - Der Ölpreis hat am frühen Mittwochnachmittag gut behauptet gegenüber dem Vortag tendiert. Gegen 14 Uhr kostete ein Barrel (159 Liter) der US-Ölsorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im Mai 106,84 Dollar und damit 0,56 Prozent mehr als am Dienstag. Der Future auf ein Barrel der Nordseesorte Brent wurde mit 121,75 Dollar gehandelt.

Nachdem die Ölpreise am Vortag noch stark unter Druck geraten waren, konnten sie sich am Mittwoch wieder etwas erholen. Der Sinkflug des vergangenen Handelstages konnte auch durch die Ölnachfrage-Schätzungen der drei großen Energieagenturen nicht aufgehalten werden. Sowohl die amerikanische Energieagentur EIA als auch die Internationale Energieagentur IEA und die OPEC prognostizierten in ungewohnter Einigkeit für das Jahr 2011 ein Nachfragewachstum von etwa 1,5 Mio. Barrel pro Tag, schreiben die Experten der Commerzbank in ihrem aktuellen Kommentar.

Allerdings könnte das derzeit hohe Niveau des Ölpreises die Nachfrage durchaus wieder belasten, warnte die IEA. Auf mögliche Anzeichen einer Verlangsamung der US-Nachfrage könnte bereits die heute auf der Agenda stehende Lagerbestandsstatistik der EIA kritisch geprüft werden, schätzen die Analysten der Commerzbank.

Dem gestrigen, allgemein vorherrschenden Abwärtstrend der Rohstoffe konnte sich auch der Goldpreis nicht entziehen. Das Gold-Vormittagsfixing in London lag bei 1.458,00 Dollar und damit tiefer zum Dienstags-Vormittags-Fixing von 1.461,25 Dollar. Der erneut schwache US-Dollar konnte keine Unterstützung für den Kurs darstellen, so die Commerzbank-Analysten.

Ebenfalls nachgegeben hatten die Edelmetalle Silber und Platin. Belastet wurden diese vor allem durch die Nachricht des Verbandes der chinesischen Automobilhersteller, wonach der Zuwachs der Fahrzeugverkäufe in China im ersten Quartal deutlich an Fahrt verloren hatte. In den ersten drei Monaten 2011 betrug die Wachstumsrate "lediglich" 8,1 Prozent. Im Vorjahreszeitraum betrug die Steigerungsrate noch 70 Prozent.

Unter großem Druck standen am gestrigen Dienstag auch die Industriemetalle. Schwache Aktienmärkte rund um den Globus, eine steigende Risikoaversion der Anleger sowie Befürchtungen um eine weitere Zinserhöhung der chinesischen Zentralbank hätten maßgeblich zu dem Preisrückgang beigetragen, so die Experten der Commerzbank. (APA)

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