Beckenbauer sieht für ÖFB-Team schwarz

7. April 2011, 17:36
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"Kaiser" wird Botschafter der Nachwuchsinitiative "Projekt12" - Beckenbauer zum Team: "Habe noch nie eine Mannschaft gesehen, die so viel gelaufen ist, ohne etwas zu erreichen"

Salzburg - Der Österreichische Fußball-Bund (ÖFB) hat für seine Nachwuchsinitiative "Projekt12" einen prominenten Botschafter an Land gezogen. Franz Beckenbauer, als Spieler 1974 und als Trainer 1990 mit Deutschland Weltmeister, repräsentiert in Zukunft das rot-weiß-rote Projekt, in dessen Rahmen die größten Talente Österreichs gefördert werden.

"Der FC Bayern macht seit längerem sehr gute Erfahrungen mit jungen österreichischen Spielern. Sie zeigen, dass in Österreich sehr gute Nachwuchsarbeit geleistet wird. Daher freut es mich besonders, Projekt12 als Botschafter zu unterstützen", meinte Beckenbauer, der auch als Ehrenpräsident des deutschen Fußball-Rekordmeisters Bayern München fungiert, am Donnerstag im Red-Bull-Hangar-7 in seiner Wahl-Heimat Salzburg.

Deutschlands "Fußballer des Jahrhunderts" verwies dabei auf ÖFB-Talente wie David Alaba, Dominik Burusic, Christian Derflinger und Kevin Friesenbichler, die allesamt bei den Bayern spielen bzw. gespielt haben. Als Wahl-Österreicher (seit 1982) liegt Beckenbauer der österreichische Fußball ganz besonders am Herzen, der 65-Jährige hat als Ratgeber auch für den amtierenden Meister Salzburg ein offenes Ohr.

Beim "Projekt12" mit dem Motto "Vom Talent zum Nationalspieler" steht das Individualtraining im Mittelpunkt. Diese Methode befürwortet auch Beckenbauer: "Nur durch die tägliche Arbeit an den persönlichen Stärken und Schwächen kann sich der Spieler im modernen Fußball ständig verbessern und weiter entwickeln."

Fürs anstehende Match der EM-Qualifikation zwischen Österreich und Deutschland am 3. Juni in Wien sieht Beckenbauer für Rot-Weiß-Rot eher schwarz. "Wenn ihr so wie gegen Belgien spielt, dann werdet ihr nicht hoch gewinnen. Ich habe noch nie eine Mannschaft gesehen, die so viel gelaufen ist, ohne etwas zu erreichen", sagte der deutsche Fußball-"Kaiser" über das enttäuschende Spiel gegen Belgien. (APA)

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    Willi Ruttensteiner, Franz Beckenbauer (Mitte) und ÖFB-Präsident Leo Windtner.

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