Sarkos Schirm schützt vor Champagnerflaschen

6. April 2011, 15:52
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Paris - Der mit schwarzem Stoff bespannte, zwei Kilo schwere Schirm hätte in einen alten James-Bond-Film gepasst. ParaPactum, ein in der Normandie entwickelter Regenschirm, schützt nämlich nicht nur vor Nässe und Wind, sondern auch vor Steinen, Flaschen und sonstigen Gegenständen, die Staatschefs an den Kopf geworfen werden. Als "Sarkozy-Regenschirm" ist die für den französischen Präsidenten gedachte Neuerfindung deshalb vor kurzem in Paris vorgestellt worden. "Das ist ein wirklicher Schutzschild, der neugierige Blicke fernhält, Wurfgeschoße stoppt und auch bei Rempeleien schützt", sagt Jean-Pierre Yvon, Chef des Familienunternehmens "Le Véritable Cherbourg", das seit Jahren Edel-Regenschirme herstellt.

Insgesamt besteht der ParaPactum aus 176 Teilen. Besonders widerstandsfähig sind die Streben, die sich bei normalen Schirmen gerne einmal verbiegen. Doch die Neuerfindung hält eine fliegende Champagnerflasche und sogar einen Hocker aus, der an dem Schirm abprallt und in zwei Teile zerbricht. Das Material fanden Yvon und sein 24-jähriger Sohn Charles, der Physik studierte, in der Formel Eins und in der Raumfahrt. Ein Jahr experimentierten Vater und Sohn herum, bevor sie den ParaPactum stabil genug hatten. Sogar Kugeln könne ihr Produkt abwehren, sagt Jean-Pierre Yvon.

"Wir haben unsere Vorstellungen erfüllt", freut sich der Firmengründer, dessen Unternehmen bis zu 15.000 Regenschirme pro Jahr herstellt. Nach Tests im Windkanal prüfte die Sicherheitstruppe des Präsidenten (GSPR) das Produkt und befand, es sei "für den Schutz geeignet". "Eine bessere Werbung kann es nicht geben", lobt Jungchef Charles Yvon. Auch die RAID-Eliteeinheit der Polizei hielt den ParaPactum, den es in rund zwanzig Farbtönen gibt, für ihre Zwecke passend.

Die vielen hochwertigen Bestandteile und die vergleichsweise lange Produktionszeit von einem Monat machen den ParaPactum, der gut eineinhalb Kilo schwerer ist als normale Schirme, auch besonders teuer. Zwischen 7000 und 11.000 Euro soll ein solcher Schutzschirm kosten, der allerdings nicht im Geschäft zu kaufen ist. "Man muss ihn per Mail oder telefonisch bestellen und dabei seine Ausweisnummer nennen, damit alles geprüft wird", sagt Charles Yvon. Sarkozys Personenschutzeinheit GSPR bestellte bereits ein Dutzend für den Präsidenten. Vater und Sohn Yvon hoffen, dass dadurch auch andere Staats- und Regierungschefs oder Stars animiert werden, zu dem neuartigen Schirm aus der Normandie zu greifen, der allerdings noch nicht offiziell im Handel ist. (APA)

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    Symbolbild: der "ParaPactum" ist noch nicht im Handel.

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