Österreich wählt "die dümmste Strategie"

6. April 2011, 13:48
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Studie des New Club of Paris bemängelt die heimische Forschungspolitik

Salzburg - Am Weg zur Wissensgesellschaft hat Österreich noch einige Hürden zu nehmen: Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des New Club of Paris, die am Mittwoch in Salzburg präsentiert wurde. Die Empfehlungen der Institution, die sich auf internationaler Ebene mit dem Wachstum des Wissens beschäftigt, sind weitgehend bekannt: Österreichs Bildungssystem ist ineffizient, bei Forschung und Entwicklung wird am falschen Platz gespart.

Österreich solle sich international als Wissensregion positionieren, empfahl der Generalsekretär des New Club of Paris und Studienautor Günter Koch. Als besonders problematisch sieht er die Tatsache, dass Österreich einerseits nicht gerade dazu neige, Intelligenz zu importieren und andererseits gerade in Zeiten der Krise bei den Ausgaben für Forschung und Technologie spare. "Das ist die dümmste Strategie", meinte Koch. Er regte auch an, bessere Rahmenbedingungen für Unternehmen zu schaffen, die mit Wissen und Forschungsleistung ihr Geld verdienen, sowie Denkfabriken zur Unterstützung der Politik zu schaffen.

Wie man von der Zusammenarbeit mit externen Forschern als Unternehmen profitieren kann, berichtete Gabriele Leibetseder, Technikchefin von Isocell in Neumarkt am Wallersee. Das Unternehmen beschäftigt sich mit Zellulosedämmung und Luftdichtheitssystemen. "Es macht Spaß, mit Wissenschaftern zu kooperieren. Die Universitäten gewinnen eine Nähe zur Praxis, und wir profitieren vom Wissen der Forschung", sagte Leibetseder. (APA/red)

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