Sony: Hälfte aller Produktionsstätten in Japan ausgefallen

6. April 2011, 11:59
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Japanischer Konzern schließt mittelfristige Lieferengpässe nicht aus

Im Rahmen einer Presseveranstaltung in Wien gab Sony einen Einblick in die Lage in Japan. Demnach seien in Folge des Erdbebens und des Tsunamis Mitte März 13 der 25 lokalen Produktionsstätten des Elektronikkonzerns ausgefallen. Dies sei zum Teil auf Schäden an den Fabriken und auf Probleme bei den Zulieferern zurückzuführen. Vorübergehend wurden Anlagen auch vom Strom genommen, um die nationalen Energieengpässe nicht zu verschlimmern. Zu Todesfällen innerhalb des Konzerns sei es durch die Katastrophe nicht gekommen, unmittelbar nach der Katastrophe bot Sony eine Soforthilfe in der Höhe von 300 Millionen Yen an.

Mögliche Lieferprobleme   

Durch die Ausfälle seien kurzfristig keine Lieferengpässe zu befürchten. Allerdings könne keine Prognose für die Zukunft getroffen werden. Während ein Teil der Produktion auf Fabriken in anderen Ländern ausgelagert werden könne, sei nicht gewiss, ob die Entwicklung bestimmter Technologien verzögerungsfrei vorangetrieben werden könne. Zuvor bereits erklärte Konzernchef Howard Stringer in einem Interview mit dem Wall Street Journal, dass etwa die Produktion von Bildsensoren für Kameras durch das Erdbeben beeinträchtigt wurde, wodurch zwangsläufig auch Partner betroffen sein könnten.

Globale Auswirkungen

Neben Sony werden auch zahlreiche andere japanische Hersteller von der Krise geplagt. Wie berichtet, könnten unter anderem etwa die Festplattenpreise nationaler Produzenten kurzfristig um 10 bis 15 Prozent teurer werden. (zw, derStandard.at, 6.4.2011)

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    Schäden durch das Erdbeben könnten bei Sony mittelfristig zu Lieferengpässen führen

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