Baustopp für AKW Belene

5. April 2011, 20:37
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Sicherheit soll überprüft werden

Sofia - Nach dem japanischen Atomunglück hat Bulgarien mit Russland einen dreimonatigen Baustopp für das AKW Belene vereinbart. In dieser Zeit soll die Sicherheit des umstrittenen Projekts überprüft werden. Wie die Agentur BTA berichtete, unterzeichnete die bulgarische Elektrizitätsgesellschaft (NEK) am Dienstag mit dem russischen Lieferanten Atomstromexport eine entsprechende Vereinbarung. Bis Ende Juni soll am Standort in der Nähe des Donaustädtchens Belene nicht gebaut sowie in Russland keine neue Technik für das Kraftwerk hergestellt werden.

Beide Seiten unterschrieben zugleich ein Memorandum über die Umsetzung des Belene-Projekts, was Kritiker als Bestätigung für die Absicht werteten, an den Bauplänen festzuhalten. Kurz danach wurde der Chef der bulgarischen NEK aus seinem Amt entlassen. Er sei nicht befugt gewesen, eine verbindliche Erklärung zur Weiterführung des Projekts zu unterzeichnen, sagte Energieminister Trajtscho Trajkow. Über die Folgen für das AKW-Projekt gab es zunächst keine Klarheit.

Umweltschützer lehnen die Baupläne entschieden ab, da Belene in einem Erdbebengebiet liegt. Das AKW soll 2017 fertig sein. Es wäre das erste von Russen in der EU gebaute Atomkraftwerk. (APA)

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