86 Prozent der Android-EntwicklerInnen beklagen Fragmentierung

5. April 2011, 10:50
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Auch Bedenken wegen multiplen App Stores - Kritik an zu viel "Müll" im Android Market

Spricht man Google auf das Thema Android-Fragmentierung an, lautete die Antwort bis vor kurzem recht unisono: Dieses Problem gibt es nicht, das was andere als "Fragmentierung" bezeichnen, sei viel mehr eine Frage von "Legacy", also dem Umstand, dass nicht alle Android-Smartphones auch immer mit der neuesten Ausgabe der Software laufen.

Erkenntnisgewinn

Wie auch immer die Begrifflichkeiten gewählt werden, langsam scheint sich bei Google nun doch die Erkenntnis durchzusetzen, dass es sich hierbei um ein reales Problem handelt. Sind doch in den letzten Tagen zunehmend Berichte aufgetaucht, dass Google die Kontrolle über Android verschärfen will, um die Fragmentierung zu minimieren.

Probleme

Damit hört man wohl auch nicht zuletzt auf die Wünsche der rund um das Betriebssystem aktiven EntwicklerInnen, wie nun auch eine von CNN Fortune kommunizierte Studie von Baird verdeutlicht. Von den 250 befragten App-EntwicklerInnen bezeichneten nicht weniger als 86 Prozent die Fragmentierung von Android als Problem. Die Zahl jener, die dies anders sehen (14%) ist damit sogar kleiner als jene, die ein "riesiges Problem" ausgemacht haben wollen (24%).

Andere Kritik

Bedenken gibt es desweiteren gegen das zunehmende Auftauchen von alternativen App Stores, dies sei von einigen TeilnehmerInnen der Studie extra genannt worden. Umgekehrt gibt es Kritik daran, dass der offizielle Android Market noch immer zu viel "Müll" beinhaltet, die wirklich guten Anwendungen im Vergleich zu iOS - oder auch Blackberry - wesentlich weniger in den Vordergrund gestellt werden.

Entwicklung

Recht gute Noten bekommt Android hingegen für die Entwicklungsumgebung, auch wenn Apples iOS hier noch die Nase vorne hat. Zudem scheint sich Android bei den EntwicklerInnen langsam zur wichtigsten Plattform zu entwickeln, während 71 Prozent der Befragten angeben für Android zu entwickeln, erreicht iOS unter den Studien-TeilnehmerInnen "nur" 62 Prozent. Keine andere Plattform kam auf mehr als 27 Prozent. (red, derStandard.at, 05.04.11)

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