Bob Dylan und die Rechtswissenschaft

4. April 2011, 12:06
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Konferenz in New York beleuchtet Einfluss des Musikers auf akademische Arbeit und das Denken

New York - In New York beschäftigen sich Wissenschafter am Montag und Dienstag mit Texten des Musikers Bob Dylan. Thema der wissenschaftlichen Konferenz "Bob Dylan und die Rechtswissenschaft" wird unter anderem der Protestsong "Hurricane" sein, in dem es um den unschuldig verurteilten und nach 19 Jahren Haft freigesprochenen Boxer Rubin "Hurricane" Carter geht. Dylan hatte das Schicksal Carters mit diesem Song 1975 ins öffentliche Bewusstsein gerückt. Der Mittelgewichtsboxer war 1966 verhaftet und gemeinsam mit einem Freund - beide Afroamerikaner - des Mordes an drei Weißen schuldig gesprochen worden. 1985 stellte das Bundesgericht "grobe Verfahrensverstöße" fest und wurde Carter schlussendlich freigesprochen. Der Fall gilt als Justizskandal.

Einer der Organisatoren der Konferenz, der Juraprofessor Bruce Green von der Fordham University, erklärte, er sei schon seit der Schule Dylan-Fan. Seine Eltern, eingefleischte Bewunderer von Frank Sinatra, hätten dafür überhaupt kein Verständnis gehabt. Mit der geplanten Konferenz fühle er sich nun bestätigt, scherzte Green. Im Vorfeld waren Forscher aufgefordert worden, Rechtswissenschaft und Dylan zusammenzufügen. "Wir sagten ihnen, sie sollen uns erzählen, wie Dylan mit ihrer akademischen Arbeit und ihrem Denken zusammenhängt", so Green. (APA/red)

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    In New York wird Bob Dylans Einfluss auf die Rechtswissenschaft diskutiert.

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