Transocean rühmt sich für Sicherheit

3. April 2011, 19:52
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Schweizer Ölbohrunternehmen machte 2010 fast zehn Milliarden Dollar Umsatz, knapp eine Milliarde Gewinn

London/Zug - Das in die Umweltkatastrophe im Golf von Mexiko verwickelte Schweizer Ölbohrunternehmen Transocean rühmt sich nach dem Krisenjahr für seine Sicherheit. Transocean habe beim Sicherheitsniveau das beste Jahr der Firmengeschichte verzeichnet, heißt es im Geschäftsbericht 2010. "Dies ist ein Ergebnis unserer Bemühungen, überall und jederzeit Zwischenfälle zu vermeiden." Die Zahl der tatsächlichen und möglichen Zwischenfälle auf den Ölplattformen des Unternehmens sei trotz der Katastrophe so niedrig gewesen wie noch nie.

Von der geringen Zahl der Unfälle bei Transocean profitieren laut Geschäftsbericht vor allem die Manager. Die Höhe ihrer Bonuszahlungen bemisst sich unter anderem nach den Sicherheitskennzahlen.

"Massive Managementfehler"

Transocean hatte gemeinsam mit dem britischen Ölkonzern BP und der US-Firma Halliburton die Ölplattform "Deepwater Horizon" betrieben, die am 20. April vorigen Jahres vor der US-Küste explodierte. Elf Arbeiter starben - darunter neun von Transocean. 780 Millionen Liter Rohöl strömten ins Meer, bevor die Quelle in 1500 Metern Tiefe im August geschlossen werden konnte. Eine US-Regierungskommission warf den beteiligten Unternehmen "massive Managementfehler" vor.

Transocean ist der größte Hochsee-Ölbohrkonzern weltweit. Das auf tiefe Bohrungen spezialisierte Unternehmen hat mehr als 18.000 Mitarbeiter und besitzt rund 140 Bohranlagen. Im vergangenen Jahr setzte das Unternehmen 9,6 Mrd. US-Dollar (6,75 Mrd. Euro) um, der Konzerngewinn betrug 961 Mio. Dollar. (APA)

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