Abstimmungspanne: Kein Abgang bei "DSDS"

3. April 2011, 19:04
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Telefonnummern bei Abstimmung falsch eingeblendet - Anrufe werden in nächste Wertung eingehen

Köln/Berlin - Das gab es noch nie: Wegen einer Panne bei der TV-Castingshow "Deutschland sucht den Superstar" (DSDS) sind in der fünften Mottoshow alle Kandidaten eine Runde weitergekommen. Bei der Einblendung einer Gewinnspieltafel waren bei zwei Kandidaten am Samstagabend die Telefonendziffern vertauscht worden. RTL brach daraufhin - erstmals in der DSDS-Geschichte - die Abstimmung ab.

"Wir können nicht verantworten, dass ein Gefühl entsteht, da könnte etwas nicht richtig gelaufen sein. Kurz und gut. Wir schicken heute niemand nach Hause", sagte DSDS-Juror Dieter Bohlen in Köln. Deshalb werden in der nächsten Woche alle sechs verbliebenen Kandidaten wieder auf der Bühne stehen. "Es hat auch ein Gutes, wir haben nun eine Sendung mehr", erklärte Bohlen. Wegen der Panne verschiebt sich nach Senderangaben vom Sonntag auch das Finale um eine Woche und findet nun am 7. Mai statt.

Alle Anrufe der Show, die bis zur falschen Gewinnspiel-Einblendung gezählt wurden, werden laut RTL in die Wertung der nächsten Sendung eingehen: "Es lässt sich der Zeitpunkt, wo diese falsche Tafel eingeblendet war und der Zahlendreher publik wurde, genau feststellen, und die Stimmen, die bis zu diesem Zeitpunkt abgegeben wurden, werden übertragen in die nächste Sendung", sagte ein Notar.

In der Show unter dem Motto "England gegen Deutschland" sangen die Kandidaten jeweils einen Song auf Englisch und einen auf Deutsch. Teilweise gab es dafür harsche Kritik von der DSDS-Jury. "Ob Englisch oder Deutsch - das Gequake bleibt", urteilte etwa Bohlen über die Gesangsqualitäten von Zazou Mall, die aber zumindest mit ihrer professionellen Tanz-Performance überzeugte. Sie bleibt wegen der Panne aber im Rennen - ebenso wie Sebastian Wurth, Pietro Lombardi, Ardian Bujupi, Sarah Engels und der Steirer Marco Angelini.

Die TV-Panne ist bereits die zweite Aufregung rund um die Casting-Show innerhalb von nur sieben Tagen. Vergangenen Sonntag (27. März) waren insgesamt 28 Menschen - meist Jugendliche und Kinder - nach einer außer Kontrolle geratenen Autogrammstunde der sechs verbliebenen Kandidaten unter anderem mit Zusammenbrüchen oder Prellungen im Krankenhaus behandelt worden. Es gab vor den Türen ein Gedränge und Massenhysterie. (APA/dpa)

  • Da waren es noch immer sechs.
    foto: rtl / stefan gregorowius

    Da waren es noch immer sechs.

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