Offene Rücktrittsaufforderung aus der FDP

3. April 2011, 09:27
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Parteichef "genießt nicht mehr das Vertrauen bei Bürgern und vielen Parteimitgliedern"

Leipzig - In der FDP wird jetzt offen auch über die Medien die Forderung erhoben, Parteichef Guido Westerwelle möge von seinem Amt zurückzutreten: Der Vorsitzende der FDP-Fraktion im hessischen Landtag, Florian Rentsch, droht mit einem Vorziehen des im Mai geplanten Parteitages, wenn Westerwelle nicht am Montag "persönliche Konsequenzen" zieht. "Die unwürdige Debatte um Westerwelle und die Zukunft der FDP muss dringend beendet werden", sagte Rentsch der "Leipziger Volkszeitung" (Montagsausgabe). "Guido Westerwelle genießt leider nicht mehr das Vertrauen bei den Bürgern und bei vielen Parteimitgliedern."

"Ich gehe davon aus, dass Guido Westerwelle an diesem Montag mit persönlichen Konsequenzen den Weg zu einer raschen inhaltlichen und personellen Neuaufstellung freimacht, auch um Schaden von sich selbst abzuwehren", sagte Rentsch. "Sollte er dazu nicht bereit sein, dann werden wir alle Hebel in Bewegung setzen, um den für Mitte Mai geplanten Bundesparteitag deutlich vorzuziehen." Die FDP könne sich "keine weiteren sechs Wochen selbstzerstörerischer Debatten leisten", fügte Rentsch hinzu. (APA)

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    In Deutschland gehen in der FDP die Wogen hoch: Immer lauter wird die Kritik am FDP-Parteichef und Außenminister Guido Westerwelle. Erst heute Abend wird Westerwelle von seiner Reise nach China und Japan zurückkommen. Für Montag ist eine Krisensitzung der Parteispitze geplant.

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