Schweiz streicht "Simpsons"-Folgen

18. März 2011, 13:02
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ORF screent Programm und kippte "Agenten des Todes"

Die anhaltende atomare Bedrohung und die Folgen des schweren Erdbebens in Japan halten auch die Programmplanung des ORF auf Trab. So sind nicht nur zahlreiche Sondersendungen einzuschieben, sondern auch unpassende Inhalte müssen ausgesiebt werden. "Alle Kauf- und Eigenprogramme sind gescreent und bei Bedarf ausgetauscht worden", sagte Sprecher Rainer Scheuer. Aktuelles Beispiel: Der Film "Agenten des Todes", in dem es um ein nordkoreanisches Atomwaffenprogramm geht, wurde durch den Film "Der Mann, der niemals starb" ersetzt, der stattdessen um Mitternacht lief. "Wir sehen uns durchaus auch Randzeiten durch", so Scheuer.

Auch das Schweizer Fernsehen will wegen der Atomkatastrophe in Japan keine unpassenden Sendungen ausstrahlen, berichtete sda. Hier trifft es eine populäre Cartoon-Serie: "Simpsons"-Folgen, die von Atomunfällen und anderen Katastrophen handeln, werden deshalb bis auf weiteres aus dem Programm genommen. Eine SRF-Sprecherin bestätigte eine Meldung von Radio 24 vom Freitag, wonach bereits programmierte heikle Folgen der "Simpsons" ausgetauscht würden. Familienvater Homer arbeitet als Sicherheitsmann in einem Atomkraftwerk und ist dort für manchen Zwischenfall verantwortlich. (APA)

  • Das Schweizer Fernsehen kippt bestimmte "Simpsons"-Folgen aus dem Programm
    foto: orf/em.tv

    Das Schweizer Fernsehen kippt bestimmte "Simpsons"-Folgen aus dem Programm

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